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Pressemitteilungen

Neue Filme von Julia von Heinz, Maggie Peren, Gabriela Sperl und Gabriela Zerhau: FFF fördert 30 Projekte mit insgesamt 3,5 Mio. Euro

Der Vergabeausschuss des FFF Bayern hat gestern getagt und entschieden, 30 Projekte mit einer Gesamtsumme von 3,5 Mio. Euro zu unterstützen. Außerordentlich viele Produktionen wurden im Nachwuchsbereich gefördert: Acht Filme werden hier mit FFF Förderung in einer Gesamthöhe von 635.000 Euro realisiert.

Sie finden eine Liste aller geförderten Projekte hier. Im folgenden stellen wir einige Projekte vor.

Produktionsförderung Kinofilm

Der FFF unterstützt fünf Produktionen für das Kino mit insgesamt 1,545 Mio. Euro. Die Höchstsumme von 445.000 Euro geht an Plan A, ein Projekt von Wiedemann & Berg, bei dem Alireza Golafshan Regie führen wird: Der Erfolg eines Bankers findet ein plötzliches Ende, als er mit 230 km/h gegen eine Leitplanke knallt und querschnittsgelähmt aufwacht. Die Realität verdrängend, schmiedet er einen riskanten Plan: Mit einer Wohngruppe behinderter Menschen macht er sich auf den Weg nach Zürich, um eine beträchtliche Menge Schwarzgeld zu retten. Gedreht wird zum größten Teil in Bayern und darüber hinaus im Raum Zürich.

400.000 Euro gehen an Und morgen die ganze Welt von Autorin und Regisseurin Julia von Heinz (King & Queens Filmproduktion); das Drehbuch schrieb sie gemeinsam mit John Quester. Es geht um eine junge Frau, die sich in einer Antifa-Bewegung gegen Neonazis anschließt und damit auch einen charismatischen Mann aus dem militanten Kern der Gruppe beeindrucken will. Als nach einer gefährlichen Aktion die Polizei ermittelt und der militante Kern dem bürgerlichen Leben doch nicht konsequent den Rücken kehren möchte, muss sie sich entscheiden. Gedreht wird zum großen Teil in Bayern.

Mit weiteren 400.000 Euro unterstützt der FFF Bayern den neuen Film von Autorin und Regisseurin Maggie Peren: Waiting Room, produziert von Kick Film, ist ein Liebesfilm, in dem ein junger Mann und eine Frau einander auf der Raucherterrasse eines Krankenhauses begegnen, während ihre Mütter im Sterben liegen.

Das Spielfilmprojekt Love, Europe lädt eine Generation junger renommierter Filmemacher aus zahlreichen europäischen Ländern ein, ihre im jeweiligen Herkunftsland verorteten Geschichten und Perspektiven über Europa in kurzen Filmepisoden zu erzählen. Mit 200.000 Euro FFF Förderung realisiert die Gabriela Sperl Film und Fernsehproduktion das Projekt. Regie führen Absolventen der HFF München wie Michael Krummenacher, Michaela Kezele, Anca Lazarescu, Konstantin Ferstl, Tomasz Rudzik und Mirjam Orthen.

Ein sinnliches Roadmovie ins Innere der Transwelt im menschengemachten Zeitalter des Anthropozäns: Zusammen mit sieben Transgender-Personen und einem der weltweit renommiertesten Trans-Chirurgen unternimmt der Dokumentarfilm Sex Change Wonderland von Doris Metz und Imogen Kimmel (kimmel & metz filmproduktion, 100.000 Euro FFF Förderung) eine Reise ins andere Geschlecht. Er will herausfinden, was mit der Identität passiert, wenn man das ursprüngliche Mann- oder Frausein hinter sich lässt. 


Produktionsförderung Fernsehfilm, Webserie und Virtual Reality

Mit 586.000 Euro unterstützt der FFF Bayern sechs Produktionen für das Fernsehen und andere Plattformen, darunter einen Spielfilm, einen Dokumentarfilm, eine TV-Serie, zwei Webserien und ein VR-Projekt.

400.000 Euro gehen an das Drama Ein Dorf wehrt sich, den Hager Moss Film mit ZDF/arte realisiert. Gabriela Zerhau führt Regie nach eigenem Drehbuch. Es geht um die kleine Gemeinde Altaussee im steirischen Salzkammergut, wo die Nationalsozialisten im Salzbergwerk während des Zweiten Weltkriegs Raubkunst aus ganz Europa deponierten. Das Drama erzählt die Geschichte von Bergarbeitern, die einen Aufstand wagen und versuchen, ihr Bergwerk und den Kunstschatz vor der Vernichtung zu retten.

Der Dokumentarfilm An einem Freitag im Juli von Stefan Eberlein (Südkino Filmproduktion mit BR, 40.000 Euro) rekonstruiert und reflektiert die Ereignisse am Abend des Amoklaufs im Olympia-Einkaufszentrum in München im letzten Jahr. Das Zusammenspiel von sozialen Netzwerken, Medien und Polizei wird besonders beleuchtet.

Die Webserie Täglich unter Männern (AT) von Sebastian Stojetz (Cocofilms, 50.000 Euro) spielt in der Welt der Ingenieurswissenschaften an der TU München. Protagonistin ist eine der wenigen Frauen, die dort studieren: eine Technikbegeisterte vom Land, die zu Studienbeginn von ihrem Freund verlassen wird, weil er sie für zu emanzipiert hält.

Mit 26.000 Euro FFF Förderung entwickeln Georg und Martin Koppehele die Virtual Reality Experience Echoes in White, in der die User eine musikalische Reise in eine phantastische Welt der Entschleunigung antreten. Die Reise beginnt in einer Raumkapsel und endet in einer surrealen Welt. Speziell für die Experience wird eine Musik komponiert, die in vier verschiedenen Mischungen von entschleunigt und atmosphärisch bis zu schnell vorliegt.


Nachwuchsfilmförderung

635.000 Euro gehen an acht Nachwuchsprojekte, darunter zwei Debütfilme, fünf Abschlussfilme an der HFF München und einen Film einer Quereinsteigerin. Ligeia Mare von Adam Zimny (50.000 Euro) ist ein utopischer Thriller, der in einem der größten Konzerne auf einer abgelegten Methan-Förderanlage auf dem Saturnmond Titan spielt. Zwei dort Angestellte begegnen einer Wissenschaftlerin, die eine Forschungsstation für künstliche Intelligenz leitet, mit der sie beide auf geheimnisvolle Weise zusammenhängen.

Um ein Dilemma geht es in der Dramödie Pig Heart von Artjom Baranov (40.000 Euro): Eine Mutter will nicht akzeptieren, dass ihre sterbenskranke Tochter kein Schweineherz transplantiert bekommen will, weil sie vegan ist.

Katrin Reichwald dreht einen Dokumentarfilm über die Folgen des verheerendsten Waldbrandes in Portugal. In Leben mit dem Feuer (30.000 Euro) dokumentiert sie den Kampf der 37 Einwohner des Ferienortes Ferraria de São João um einen Schutzwall. Durch ihren Mut konnten sie ihr Dorf vor den Flammen retten, und für ihre Zukunft haben sie beschlossen, nicht auf Unterstützung zu warten, sondern sich selber zu helfen.


Projektentwicklungsförderung

Mit 25.000 Euro FFF Förderung entwickelt die Produktionsfirma Horse & Fruits den Dokumentarfilm Inside Leadership. Darin begleiten sie drei junge Führungskräfte eines Großunternehmens in einem Leadership Talent Program, in dem sie andere Mitarbeiter zu Höchstleistungen bringen sollen. Dabei geht es auch um die Stragegien der Konzerne,  erfolgreiche Persönlichkeiten, Teamkulturen und Mind Sets zu entwickeln.


Drehbuchförderung

Drei Drehbücher fördert der FFF Bayern mit insgesamt 90.000 Euro, darunter das neue Projekt der Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli. Samia, eine Adaption des gleichnamigen Romans von Guiseppe Catozella und beruhend auf wahren Begebenheiten, handelt von der schnellsten Frau Somalias: Samia Yusuf Omar, die es Bürgerkrieg, Diskriminierung, Extremismus und Morddrohungen zum Trotz geschafft hat, bei den Olympischen Spielen in Peking zu laufen. Nach einer lebensgefährlichen Flucht auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in London, ertrank sie im Mittelmeer.


Verleih- und Vertriebsförderung

Sieben Filme starten mit FFF Verleihförderung in den deutschen Kinos: Fack Ju Göhte 3, Dieses Bescheuerte Herz, Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft, Burg Schreckenstein 2, Simpel, Luna und Immer noch jung.

München, 19. Oktober 2017