Der Vergabeausschuss für die FFF Gamesförderung hat gestern getagt und entschieden, 16 Games-Vorhaben mit insgesamt 871.000 Euro zu unterstützen: drei Produktionen, sechs Entwicklungen von Prototypen und sieben Konzeptentwicklungen. Die Studios der empfohlenen Projekte sitzen in Kempten, Unterhaching, Neubiberg, Castell, München, Nürnberg, Pielenhofen, Bayreuth, Forchheim und Germaringen.
Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring: “Wer die digitale Wertschöpfung ins Land holen will, muss heute in kreative Ideen investieren. Genau das tun wir mit unserer bayerischen Games-Förderung. Der jüngste Besucherrekord bei unserer Leitmesse GG Bavaria und die fulminante Gala zum Deutschen Computerspielpreis haben eindrucksvoll gezeigt, welche Strahlkraft der Games-Standort Bayern inzwischen entwickelt hat. Dass sich die Zahl der Games-Unternehmen im Freistaat seit 2018 mehr als verdoppelt hat, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis unserer konsequenten Standortpolitik. Mit den aktuellen Förderempfehlungen geben wir diesem Erfolg weiteren Schub. Und mit unserer neuen Förderrichtlinie werden wir künftig noch einen Gang höher schalten, damit die besten Ideen auch künftig in Bayern entstehen, wachsen und weltweit erfolgreich sein können.”
In Waters of Sal Naména werden die Spieler*innen in eine rätselhafte Wüstenwelt voller Gefahren und Geheimnisse entführt und müssen diese durchqueren. Die Schwierigkeit dabei ist das Management der Wasservorräte: Wenn sie versiegen, ist das Spiel vorbei. Produzieren wird das Adventure-, Puzzle- und Metroidbrainia-Game das Nürnberger Studio Felix Baumgarten Games.
Die Personalabteilung findet es nicht in Ordnung, dass sich die Spieler*innen in einen Zombie verwandelt haben. Es geht darum, sich aus der Quarantäne zu schleichen, bevor der superreiche Chef und seine Schergen ihr gescheitertes Laborexperiment beseitigen. Der Hunger der Spieler*innen ist ansteckend, indem sie zubeißen, verwandeln sie andere und können sie befreien. Produzieren wird Schleich Zombie – Tactical Zombionage Action im Genre Stealth Realtime Tactics das Studio Schischi Interaktiv mit Sitz in Germaringen.
Die Taschenlampe aufrüsten, die Ängste von Protagonistin Nora ergründen und ihr helfen, sie zu bewältigen – darum geht es im Game Roguelight. Die Bayreuther Gamedevs Bastian Holzer, Alexandr Katsnelson und Jannis Rohde entwickeln den Prototyp zum Roguelike-Dungeon Crawler, in dem Nora sich mit einer magischen Taschenlampe durch Albtraumwelten bewegt und gegen gruselige Spielzeuge kämpft. Dafür gab es bereits im Juli 2025 FFF Konzeptentwicklungsförderung.
Allen McDiggins kann sein eher durchschnittliches Leben konventionell meistern, oder es spektakulär neu erfinden. Das Spielvorhaben The Parallel Existence of Allen McDiggins möchte Improv-Comedy zum Spielprinzip machen: Keine vorgeschriebenen Lösungen, sondern emergente Storylines, die Spieler*innenentscheidungen zelebrieren. Den Prototyp der Card-based Comedy entwickelt das Münchner Studio The Serious Business Company.
Eine Mischung aus Simulation und Comedy soll der Prototyp Dwarven Industry bilden. Die Spieler*innen betreiben in dem Roguelite-Managementspiel eine Zwergenwerkstatt im 4-Spieler-Koop-Modus in VR. Sie schmieden, schnitzen und liefern die Werkzeuge für eine Zwergenfestung: Waffen für die Wachen, Werkzeuge für die Bergleute, Schmuck für die Adligen und Möbel für die Säle. Den Prototyp entwickelt die Nürnberger Firma Abduct Media.
Das Neubiberger Studio Fluppisoft entwickelt das Konzept für die Industrie- und Physiksimulation Space Frames: Spieler*innen werden in eine weitläufige, stillgelegte Industrielandschaft voller Maschinen, Rohre, Tunnel und gigantischer Bauwerke geschickt. Sie bauen Kraftwerke, Fahrzeuge, Maschinen und Infrastruktur direkt in der Welt und testen ihre Konstruktionen unmittelbar. Die Spielwelt soll als frei erkundbare 3D‑Industriesandbox gestaltet werden.