Der Vergabeausschuss für die FFF Film- und Fernsehförderung hat gestern zum vierten Mal in diesem Jahr getagt und entschieden, 29 Projekte mit insgesamt rund 3,1 Mio. Euro zur Förderung zu empfehlen. Im Kinobereich empfahl der Ausschuss für fünf Projekte insgesamt mehr als 1,3 Mio. Euro, darunter die in Garmisch spielende Bestseller-Adaption Jennerwein, Checkerin Marina und die Verfilmung des YouTube-Gaming-Formats Paluten. Für das Fernsehen entsteht mit FFF Fördermitteln ein Dokumentarfilm über die Künstlerin Yayoi Kusama. Mehr als eine halbe Million Euro entfällt auf die Produktion von vier Talentfilmen, 225.000 Euro auf neun Stoffentwicklungen: für zwei Serien, zwei Kinospielfilme und fünf Kinodokumentarfilme. Mit 875.000 Euro fördert der FFF Bayern die Herausbringung von zehn Kinofilmen.
Zu allen empfohlenen Projekten
Der FFF unterstützt mit Verleihförderung die Kinofilme Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen (Leonine Studios), Die Drei ??? – Das Geheimnis der Toteninsel (Sony Pictures Entertainment Deutschland), Extrawurst und Woodwalkers 2 (Studiocanal), Pumuckl und das große Missverständnis (Constantin Film Distribution), Das geheime Stockwerk (Farbfilm Verleih), Gelbe Briefe und Vier minus drei (Alamode Film), Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (Warner Bros.) und The Cowboy (Salzgeber).
BTF Productions verfilmt die wahre Geschichte eines Staatsanwalts, einer Journalistin und eines Terrorüberlebenden, die allen Widrigkeiten zum Trotz den Kampf gegen zwei übermächtige Regierungen aufnehmen. Das Drehbuch zu 30 Bullets, inspiriert von wahren Begebenheiten, schrieben die Brüder Arash und Arman T. Riahi, die auch Regie führen werden.
Ein magisches Amulett lässt Marinas besten Freund Tobi verschwinden. Um ihn zu retten, muss sie das Geheimnis des Feuers lüften und stürzt sich dafür in ihr bisher größtes Abenteuer rund um die Welt. Regie bei der Megaherz-Produktion Checkerin Marina und das Feueramulett führt Sarah Müller, das Drehbuch schrieb sie gemeinsam mit Miriam Rechel.
Ein in Garmisch spielender Bestseller kommt auf die große Leinwand: Das Münchner Unternehmen W&B Television produziert den Kinofilm Jennerwein nach dem gleichnamigen Alpenkrimi von Jörg Maurer. Für die große Leinwand adaptiert haben den Stoff die Autor*innen Linus Herbig-Matten, Maximilian Brückner und Dinah Marte Golch, Regie führen wird Hannu Salonen. Ein wesentlicher Teil der Dreharbeiten findet in Garmisch statt.
Odeon Fiction mit Sitz in München produziert den Animationsfilm Paluten, basierend auf der gleichnamigen Buchreihe des hinter “Paluten” stehenden bayerischen Gaming-YouTube-Stars Patrick Mayer, der auch gemeinsam mit Klaas Kern und Jamie Nash das Drehbuch geschrieben hat: Als Abenteurer Paluten mit einem Teleportationsgürtel in eine finstere Parallelwelt gerät, stiehlt dort der finstere Despot König Xaroth die Technologie, um auch Palutens Heimatwelt mit seiner Armee zu unterjochen. Nun muss Paluten mit seinem besten Freund, Schwein Edgar, beide Welten retten. Ein Teil der virtuellen Dreharbeiten wird in Bayern stattfinden. Regie führen wird Tobias Schwarz.
Die Münchner Produktionsfirma Parnass Films produziert den TV-Dokumentarfilm Im Labyrinth des Lichts für ZDF/arte: Yayoi Kusamas Bilderwelten haben von Japan aus die Welt erobert und Kultstatus erreicht. Eine filmisch opulente Reise unter der Regie von Sabine Pollmeier durch die Welt eines Superstars der zeitgenössischen Kunst.
Isa Willinger entwickelt mit Trimafilm den Stoff für ihr neues Dokumentarfilmvorhaben namens Die rote Linie: Das Ringen um die Kontrolle von immer intelligenter werdenden Maschinen spitzt sich zu. Erste Menschen werden Opfer von Lug und Trug der Chatbots, einige der prominentesten KI-Entwickler*innen empfinden eine Mitschuld und schlagen Alarm. Während eine Forscherin bemüht ist, einer KI gutes Benehmen beizubringen, zeigen anderswo Stresstests, dass KIs sich immer raffinierter gegen ihr Abschalten wehren.
Mit den Autor*innen Annika Pinske und Jacob Hauptmann sowie Regisseur İlker Çatak und if… Productions entwickelt Trimafilm die Spielfilm-Adaption eines Bestsellers als High-End-Miniserie: Eine Familiengeschichte verwoben mit den Brüchen der Nachwendezeit und der heutigen Realität rechter Radikalisierung.
Heinz Rühmann wurde über fast 75 Jahre hinweg zum Idol mehrerer Generationen und verkörperte zugleich die Sehnsüchte, Widersprüche und Verdrängungen der deutschen Gesellschaft – vom Kaiserreich über das Dritte Reich bis in die Bundesrepublik. Lars-Olav Beier entwickelt den Stoff für ein dokumentarisches Kinoporträt unter dem Titel Heinz Rühmann – ein Schauspielerleben mit der Münchner Firma A Company Filmproduktion.
Die junge preisgekrönte bayerische Produktionsfirma Kalekone Film realisiert Allen gefallen als Debütfilm der Produzentin Lea Neu: Anatol will unbedingt Journalist werden, gerät dabei aber in eine Bewerbungsodyssee voller Missgeschicke und Notlügen, während er seiner großen Liebe hinterherrennt und der Konkurrenzkampf mit seinem Überflieger-Cousin immer mehr eskaliert. Regie führen wird Lukas Nathrath, der auch das Drehbuch gemeinsam mit Julius Forster geschrieben hat.
Apollonia Film mit Sitz in München produziert den HFF München-Abschlussfilm So schlimm hab ich’s mir nicht vorgestellt von Eva Gemmer. Die Autorin und Regisseurin sucht Orte auf, an denen niemand Gespräche über Sex erwartet, und stellt eine einfache Frage: „Wie wurdest du aufgeklärt?“ Entstehen soll daraus eine generationenübergreifende Debatte über Scham, darüber, wo sie anfängt, wie sie uns schützt und wann sie uns verletzt.
Ein exzentrischer Hippie mit dem Talent eines Alten Meisters schleust jahrzehntelang gefälschte Gemälde in den internationalen Kunstmarkt und wird zum unsichtbaren Star der High Society. Gemeinsam mit seiner Frau lebt er ein Leben zwischen Palmenstrand und Pariser Galerien, Millionen und Maskerade, bis ihn sein Verlangen nach Anerkennung zum Einsturz seiner eigenen Legende führt. Autor Peter Kocyla entwickelt den Serien-Stoff Beltracchi mit der neuen Münchner Produktionsfirma Polle & Hofmann Pictures GmbH.
Bahar Bektas und Paul M.M. Schmidt entwickeln mit der Firma Michael Kalb Filmproduktion den Stoff für den Dokumentarfilm Junge Männer, eine Langzeitbeobachtung über die Kraft der Gemeinschaft in einer Welt voller Brüche. Vier Jahre wird eine Freundesgruppe in München-Riem beim Übergang ins Erwachsenenalter begleitet, sechs junge Männer im Alter von 16 bis 19, die füreinander Familie sind.
Von der Stadl-Party in die Olympiahalle, goldene Schallplatte für Habediehre, goldene Schallplatte für Europa, Welttournee – die Band LaBrassBanda sprengt die bayerischen Grenzen. Autorin Stefanie Reinhard, die bereits mehrere Musikvideos mit der Band gemacht hat, entwickelt mit der Münchner Produktionsfirma Monolith Film den Stoff für den Kinodokumentarfilm LaBrassBanda Autobahn.