Ein ausgezeichnetes Wochenende für FFF-geförderte Projekte am Lido und am Rhein: Bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig gewann eine geförderte XR Experience den Hauptpreis und zwei geförderte Kinofilme Kritiker- und Akademiepreise. Beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen zeichneten verschiedene Jurys vier geförderte Filme aus, darunter mit dem Hauptpreis für den Besten Film. Der Ehrenpreis ging an die Münchner Filmemacherlegende Edgar Reitz.
Der Venice Immersive Grand Prize ging an The Clouds Are Two Thousand Meters Up von Singing Chen. Als deutsches Studio ist Reynard Films mit Sitz Agawang und Leipzig beteiligt. Der FFF Bayern ist alleiniger deutscher Förderer des taiwanesisch-deutschen Projekts, das sich im Wettbewerb von Venice Immersive gegen 29 andere durchsetzte. Die Jury bildeten Eliza McNitt, Gwenael François und Boris Labbé. Der Bisato d’Oro für die beste Performance, ein Preis der unabhängigen Filmkritik, ging in Venedig an den Cast des FFF-geförderten Kinofilms Cotton Queen von Autorin und Regisseurin Suzannah Mirghani. Den ersten Langfilm einer sudanesischen Regisseurin der Filmgeschichte realisierte die Münchner Produktionsfirma Strange Bird, der FFF Bayern ist Hauptländerförder. Der Bisato d’Oro für die beste künstlerische Leistung ging an die spanisch-deutsche Koproduktion Strange River von der Firma Schuldenberg Films mit Sitz in Bad Endorf. Außerdem zeichnete die Academy of Fine Arts of Venice das Projekt als Best Mediterranean Film aus.
Insgesamt präsentierten sich in Venedig vier FFF-geförderte Experiences und zwei FFF-geförderte Kinofilme im Festivalprogramm sowie beim FFF International Press Lunch.
Beim Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein gingen vier Preise an FFF-geförderte Kinofilme: Der Filmkunstpreis 2025 – Bester Film ging an Das Verschwinden des Josef Mengele von Autor und Regisseur Kirill Serebrennikow und Co-Autor Olivier Guez. Produziert hat den Film, der in Cannes uraufgeführt wurde, Lupa Film. Der Filmkunstpreis 2025 – Bestes Drehbuch ging an Autor Moritz Binder für September 5. Die Produktion der Münchner Firma BerghausWöbke Filmproduktion feierte ihre Uraufführung im letzten Jahr in Venedig und gewann zahlreiche internationale und nationale Preise und war in der Kategorie Best Original Screenplay für den Oscar nominiert. Eine Ludwigshafener Auszeichnung erhielt Melanie Blocksdorf, Produzentin des Debütfilms Karla, dessen Regisseurin Christina Tournatzés und Autorin Yvonne Görlach beim Filmfest München zweifach mit dem renommierten Förderpreis Neues Deutsches Kino geehrt wurden. Über den Goldenen Nils der Nils-Nager-Kinderjury freute sich Regisseur Norbert Lechner mit seinem Film Das goldene Stockwerk, den der FFF Bayern in der Projektentwicklung gefördert hat. Der Bayerische BankenFonds hat die Produktion mitfinanziert.
Der Ehrenpreis des Festivals ging an Edgar Reitz, der seit den 1950er Jahren in München lebt und arbeitet. Als Förderer beteiligt war der FFF Bayern an seinen Werken Heimat 3 –Chronik einer Zeitenwende und Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht sowie an Jörg Adolphs Dokumentarfilm Made in Germany – Edgar Reitz. Zuletzt förderte der FFF Bayern Edgar Reitz’ Film Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes, produziert von der Münchner Firma if… Productions, der am 18. September 2025 in den Kinos startet. Seine Uraufführung erlebte der Film bei der Berlinale 2025.
FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein: “Die sieben prämierten Projekte veranschaulichen einmal mehr, wie vielfältig die FFF-geförderten Projekte sind. Sie reüssieren sowohl am Lido als auch am Rhein und begeistern XR-Jurys, Kinder-Jurys, Festival-Jurys und Filmkritiker*innen. Gratulation an alle Preisträger*innen zu ihrem Erfolg und an Edgar Reitz zum Ehrenpreis!”