Am Sonntag ist das 66. Thessaloniki International Film Festival (30.10. - 9.11.2025) zu Ende gegangen. Drei von vier deutschen Filmen im internationalen Wettbewerb sind mit FFF-Fördermitteln entstanden. Zwei von ihnen haben mehrere Preise gewonnen, darunter die Hauptpreise der Festival-Jury und der Fipresci-Jury.
The Best Feature Film Award “Golden Alexander – Theo Angelopoulos” ging bei der Preisverleihung am Sonntag an Cotton Queen von Autorin und Regisseurin Suzannah Mirghani. Der Thessaloniki State Symphony Orchestra Award für die beste Filmmusik ging ebenfalls an Cotton Queen, und zwar an die Komponistin Amine Bouhafa. Der erste Langfilm einer sudanesischen Regisseurin überhaupt erzählt im Coming-of-Age-Genre von der 15-jährigen Nafisa, die in einem sudanesischen Dorf lebt, das vom Baumwollanbau lebt. Zwischen Moderne und Tradition kämpft sie dafür, selbstbestimmt ihren eigenen Weg zu gehen. Produziert wurde der Film von Caroline Daube und der Münchner Firma Strange Bird mit Beteiligung von ZDF/arte. Den Verleih hat jip film & verleih übernommen. Der FFF Bayern förderte den Kinofilm in der Produktion, im Verleih und im Vertrieb.
Drei Preise gingen an Karla, den Debütfilm von Regisseurin Christina Tournatzés. Die Jury zeichnete Autorin Yvonne Görlach für das beste Drehbuch aus. Des Weiteren ging der Fischer Audience Award – International Competition an die Produktion von Jamila Wenske mit Achtung Panda! mit Beteiligung von BR/ arte ebenso wie der Fipresci Award für den besten Film des internationalen Wettbewerbs. Das Drama basiert auf der wahren Geschichte eines Gerichtsprozesses. München 1962: Ein 12-jähriges Mädchen zieht vor Gericht und klagt gegen ihren Vater. Der Kampf vor Gericht wird zum Kampf um ihr Leben. Der FFF Bayern förderte Karla im Bereich Talentfilm und die Herausbringung durch den eksystent Filmverleih.
FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein: “Ein großartiger Erfolg für die Debütfilme zweier vielversprechender Regisseurinnen. Ihre Themen sind relevant, ihre Erzählweisen eigen und ihre Realisierung zeigt den Mut der Produktionsfirmen. Für den FFF Bayern ist die Förderung künstlerischer Handschriften im Talentbereich seit jeher ein Herzensanliegen. Umso mehr freut es uns, dass diese Filme auf internationalen Bühnen künstlerisch überzeugen. Gratulation an beide Teams!”