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Pressemitteilung / 05.02.2026

Bilanz 2025: Bayerische Filme prägten das Box Office/ 43,1 Mio. Euro Fördermittel für neue Projekte/ Treatmentförderung eingeführt / erste Gender Incentives eingebracht

Inhalt der Pressemitteilung

Zum dritten Mal in Folge ist der FFF Bayern in der Jahreskinobilanz Hauptförderer der erfolgreichsten deutschen Filme an der Kinokasse – und 2025 sogar alleiniger Länderförderer des erfolgreichsten Films aller in dem Jahr in Deutschland gestarteten Filme. Alle deutschen Besuchsmillionäre sind FFF-gefördert, es gab eine Oscar-Nominierung und neun Deutsche Filmpreise für September 5. Geförderte Talentfilme reüssierten in Cannes, München, Venedig und Thessaloniki. Mit 43,1 Mio. Euro hat der FFF Bayern inklusive der Finanzierungsmittel des Bayerischen BankenFonds vielversprechende neue Projekte empfohlen. Erstmals riefen vier Produktionsfirmen ein Gender Incentive ab, für das Gedeihen origineller und mutiger Ideen führte der FFF Bayern die Treatmentförderung neu ein. Mit personell aufgestockter Film Commission lieferte Bayern den perfekten Service für Crews aus aller Welt. Große internationale Produktionen drehten in den Regionen und in den Studios. 17 geförderte Fernsehfilme und -serien starteten, fünf geförderte Games feierten ihren Release und vier geförderte XR Experiences wurden erfolgreich bei Venice Immersive präsentiert.

Medienminister Dr. Florian Herrmann: „Bayern ist Filmland! Das zeigt sich an der konstant hohen Förderung des FFF Bayern. Dabei ist der FFF nicht nur ein verlässliches und starkes Förderinstrument. Er ist strategischer Partner, Impulsgeber und ein Garant dafür, dass Bayern im nationalen und zunehmend auch im internationalen Wettbewerb sichtbar ist. Er sorgt dafür, dass hier am Standort außergewöhnliche kreative Leistungen hervorgebracht werden können. Mein Dank gilt dabei auch den Gesellschaftern sowie dem Bayerischen Bankenfonds. Trotz großer Herausforderungen kann die Filmförderung auch in Zukunft auf Bayern zählen.“

FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein: „Im vergangenen Jahr hat sich einmal mehr die Verlässlichkeit und Stärke des FFF Bayern gezeigt. Diese Kontinuität und das Engagement des FFF Bayern und seiner Gremien sind die Basis für die Erfolge auf der Leinwand, die wir in 2025 gesehen haben. Geförderte Kinofilme haben großartig performt. Besser geht’s nicht!”

Zahlen und Fakten
Einen Auszug aus dem FFF Jahresrückblick 2025 finden Sie hier:

Fortgeschriebene Förderrichtlinie

Am 1. Januar 2025 ist die fortgeschriebene allgemeine Förderrichtlinie in Kraft getreten. In fast allen Förderbereichen gibt es Anpassungen an Entwicklungen des Marktes, so wurde die maximale Fördersumme in der Produktionsförderung für Kinofilme von 2 Mio. auf 3 Mio. Euro erhöht. Die Anpassungen dienten außerdem der Harmonisierung und Entbürokratisierung. Etliche Änderungen gingen auf Impulse aus der Branche zurück.

Treatmentförderung

Nach Gesprächen mit Drehbuchautor*innen hat der FFF Bayern 2025 ein neues Förderinstrument für die frühe Stoffentwicklung eingerichtet: Seit diesem Jahr kann neben der klassischen Stoffentwicklung auch das Schreiben von Treatments unterstützt werden. Damit entspricht der FFF Bayern dem Wunsch von Autor*innen, originäre Stoffe, die nicht auf vorbestehenden Werken beruhen, zunächst auch ohne Produktionspartner*innen und Produzent*innen entwickeln zu können. Im ersten Jahr des Bestehens förderte der FFF Bayern sechs Treatment-Vorhaben: Catastrofe Bionda von Melina Natale, Ebersberg von Manuel Weiss, In dir die Welt von Jakob M. Erwa, Shirin von Roman Toulany, Struwwelpeter – Oder: Die schwierigen Kinder von Michael Krummenacher und Silvia Wolkan und The Elevator von Leonie Stade.

Box Office

FFF-geförderte Kinofilme haben auch 2025 wieder zum deutschen Marktanteil wesentlich beigetragen. Alle Filme, die in dem Jahr oder bis kurz nach dem Jahreswechsel die Ticketmillion oder sogar mehrere Millionen Besucher*innen erreicht haben, sind vom FFF Bayern in der Produktion und im Verleih gefördert worden:

Das Kanu des Manitu
Die Schule der magischen Tiere 4
Wunderschöner
Die drei ??? und der Karpatenhund
Der Spitzname
Pumuckl und das große Missverständnis

Mit Ausnahme von Wunderschöner ist der FFF Bayern bei allen Projekten Hauptländerförderer. Bayerische Firmen haben fünf der Filme hergestellt und überwiegend auch in die Kinos gebracht. Als Produktionsfirmen haben hierbei HerbX Film, Kordes und Kordes Film Süd, Wiedemann & Berg Film, Constantin Film und Neuesuper die größten Erfolge realisiert, Constantin Film und Leonine Distribution waren als Verleiher daran beteiligt. Im Bereich Arthouse führten auch 22 Bahnen von BerghausWöbke Filmproduktion und Dann passiert das Leben von Lieblingsfilm die Charts an. Insgesamt entfielen 16,8 Mio. Tickets auf FFF-geförderte Kinofilme und generierten rund 160 Mio. Euro Umsatz, inklusive der beiden internationalen Koproduktionen The Fantastic Fout: First Steps und Predator: Badlands.

TV- und Streaming Starts

Erstmals in Mediatheken, auf Plattformen und im linearen Programm zu sehen waren: Der Palast 2 (ZDF), Spuren (ARD), Rosenthal (ZDF), Mordlichter – Tod auf den Färöer Inseln (ARD), Mord auf dem Inka-Pfad (ARD), ), Nine Perfect Strangers – 2. Staffel (Prime), Oktoberfest 1905 (ARD), Stabil (ARD), Sturm kommt auf (ZDF), High Stakes (ZDF), Die Nibelungen – Kampf der Königreiche (RTL), Neue Geschichten vom Pumuckl – 2. Staffel (RTL), Schlechte Menschen (ZDF), Smillas Gespür für Schnee (Magenta) und Schwarzes Gold (ARD) sowie die im Talentbereich geförderten Projekte I Am the Greatest (ZDF, arte) und Where we used to sleep (ARD). Es gab u.a. Auszeichnungen für Rosenthal und Herrhausen beim Blauen Panther sowie eine International Emmy-Nominierung für Herrhausen.

Produktion Kinofilme

38 Spiel- und Dokumentarfilme für die große Leinwand empfahl der FFF Bayern im letzten Jahr. Darunter Athos 2643 von David Wnendt (Seven Elephants), Die Berufung unter der Regie von Andreas Prochaska (Odeon Fiction), Geister weinen nicht von Autorin Ruth Toma und Regisseur Fatih Akin (Bombero International), Gentle Monster von Marie Kreutzer (Komplizen Film), Das gewisse Etwas von Autor Murmel Clausen und Regisseur Marc Rothemund (Constantin Film), Der perfekte Urlaub von Bora Dagtekin (Constantin Film), Raging Moms von Sonja Heiss (Wiedemann & Berg Film), Steckerlfischfiasko von Stefan Betz und Ed Herzog (Constantin Film), Zoma von Alireza Golafshan und Moritz Binder (Story Garden Film), die Dokumentarfilme Uschi Obermaier. The Best Bad Girl von Olaf Kraemer (Vincent Productions, Middleburg Pictures) und Valie Export – Das bewaffnete Auge von Claudia Müller (Schuldenberg Films) sowie die Fortsetzungen beliebter Kinder- und Jugendfilmreihen wie Max und die Wilde 7 (Neue Bioskop Film), Hui Buh (Rat Pack Filmproduktion) und Woodwalkers (Blue Eyes Fiction).

Produktionsförderung Fernsehfilm und -serie

Acht TV-Projekte wurden 2025 gefördert. Dazu gehören die ARD-Serie Ludwig (W&B Television) unter der Regie von Nina Vukovic und Sebastian Ko, die jeweils 2. Staffel von Himmel, Herrgott, Sakrament von Franz Xaver Bogner (BR, Room 318) sowie Die Zweiflers des Autor*innentrios David Hadda, Sarah Hadda und Juri Sternburg (ARD, Turbokultur). Für RTL entsteht die Serie Highter & Wolkig (Nordpolaris) unter der Regie von Christian Knie und für das ZDF der Spielfilm Im Labyrinth des Lichts von Sabine Pollmeier (Parnass Film).

Produktion internationale Kinofilme und Serien

2025 empfahl der FFF Bayern u.a. die internationalen Koproduktionen Left Seat von Ben Younger und David Crabtree und mit Michelle Rodriguez und Richard Gere (Augenschein Filmproduktion), The Uprising von Paul Greengrass mit Andrew Garfield und Thomasin McKenzie (Supernix) sowie The Weight von Padraic McKinley mit Ethan Hawke und Russell Crowe (Augenschein Filmproduktion/ Construction Filmproduktion). Zu den geförderten Serien für den internationalen Markt gehören Brothers (Hager Moss Film), The Death of Sherlock Holmes (Silver Reel Germany), German Queen (Pyjama Pictures) und Wandering Harlot (Gaumont Deutschland), die größtenteils oder vollständig in Bayern gedreht werden. Außerdem förderte der FFF Bayern sechs Projekte, deren digitale Bildgestaltung in Bayern mitgestaltet wird und die einen Regional-Effekt von mehr als 600 Prozent erwarten lassen.

Dreharbeiten in Bayern: noch mehr Service von der Film Commission

Auch im Jahr 2025 gab es ein zunehmendes Interesse nationaler wie internationaler Produktionen an Dreharbeiten in Bayern. Etablierte TV-Formate sowie Kinofilmproduktionen mit 20–35 Drehtagen sicherten eine stabile Auslastung. Insgesamt gab es wieder rund 3.000 Drehtage in Bayern (ohne TV-Shows und Werbung). Die Film Commission des FFF Bayern begleitete Projekte von der Erstanfrage über Scoutings bis zur Drehgenehmigung. Internationale Produktionen wie The Weight (Dreharbeiten u. a. in Niederbayern), The Uprising (Penzing Studios und Franken) sowie A Man of the World (München) konnten nach erfolgreichen Scoutings in Bayern realisiert werden. Daneben bot die Film Commission Scoutingtouren und Location Pitches an und überzeugte die Crews von der Attraktivität des Filmstandortes, dessen Regionen vielfältige Motive bieten. Mittelfranken bildete die Kulisse für Kochschule Schwarz, Mädchen in Uniform fand geeignete Drehlocations in der Oberpfalz und Steckerlfischfiasko an den bewährten Orten in Niederbayern. In München und Oberbayern drehten die Teams von Gentle Monster, Raging Moms, Das gewisse Etwas, Munich Beats, Die Jahre mit dir, Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke u.a. Parallel zum Dreh-Service präsentierte die Film Commission den Standort auf internationalen Messen und Märkten, war für die Verbesserung der Drehbedingungen im Austausch mit dem Münchner Stadtrat und lud zu Touren in Studios, Underground Locations und nach Mödlareuth ein. Beim Film Academy Day, der zwei Mal stattfand, bekamen Schüler*innen und an einem Quereinstieg Interessierte die Gelegenheit, sich über Ausbildungsberufe hinter der Kamera zu informieren. Um den Service für den wachsenden Bedarf in Bayern weiterhin zu decken, wurde die Film Commission des FFF Bayern, die weltweit einen hervorragenden Ruf genießt, gestärkt und von drei auf fünf Personen aufgestockt.

Produktionsförderung Talentfilm

20 neue Handschriften unterstützt der FFF Bayern im Talentförderbereich. Dazu gehören die Debütfilme Allen gefallen von Lukas Nathrath (Drehbuch mit Julius Forster), Mädchen in Uniform von Justina Jürgensen (Nordpolaris) und Wolf von Nancy Camaldo (Elfenholz Film). 14 Abschlussfilme stehen auf der Bilanz-Liste sowie drei Projekte von Quereinsteiger*innen. Premiere feierten 2025 die u.a. preisgekrönten Talent-Kinofilme Zweigstelle von Julius Grimm (Drehbuch mit Fabian Krebs, WennDann Film) und Karla von Regisseurin Christina Tournatzés und Autorin Yvonne Görlach (Achtung Panda! Medien) sowie die Serien I Am the Greatest von Nicolai Zeitler und Marlene Bischof (BerghausWöbke Filmproduktion) und Where we used to sleep von Matthäus Wörle (Megaherz). Jovana Reisingers Unterwegs im Namen der Kaiserin (Maze Pictures) ist aktuell für den Grimme-Preis nominiert.

Projektentwicklungsförderung

Zehn Projekte konnten mit FFF Fördermitteln entwickelt werden. Dazu gehören Almanstadt von Oksuperdanke, Fischi von if… Productions, Eine.Frau.Zu.Sehen von Schuldenberg Films, Das kleine böse Buch von Caligari Film sowie Die Verlorenen von Maverick Film.

Stoffentwicklungsförderung

Mit rund 1,2 Mio. Euro förderte der FFF Bayern 42 Stoffentwicklungen, so viele wie nie zuvor innerhalb eines Kalenderjahres. Auf der Liste stehen u.a. Alma von Aaron Arens und Lukas Looses (Maverick Film), Appiaio, Appianno von Justyna Müsch (Story Garden Film), Beltracchi von Peter Kocyla (Polle & Hofmann Pictures), Ein Schuss in viele Köpfe von Benedikt Röskau (Crazy Film), Greta by Garbo von Evelyn Schels (Starhaus Filmproduktion), Junge Männer von Bahar Bektas und Paul M.M. Schmitt (Michael Kalb Filmproduktion), Karlheinz Stockhausen – Der Mann, der vom Sirius kam von Thomas von Steinaecker (Isar Film), Let’s Face It! von Kerstin Polte und Mara Luka (Grenzenlos Film), Nelson von Uisenma Borchu (if… Productions), Rizes von Christina Tournatzes (Gustav Film), Die rote Linie von Isa Willinger (Trimafilm), September Oktober von Julia von Heinz und John Quester (Kings & Queens Filmproduktion) sowie Unschuld von Simon Amberger und Takis Würger (Neuesuper).

Gender Incentive

2025 war das Jahr, in dem Produktionsfirmen erstmals Gelder aus dem Gender Incentive einbrachten. Das Anreizsystem für eine nachhaltige und effektive Förderung von Geschlechtervielfalt in der Filmbranche führte der FFF Bayern im Sommer 2023 ein, seitdem können sich Produktionsfirmen für ein Gender Incentive qualifizieren und es bei geeigneten Folgeprojekten einsetzen. 2025 erfüllten 19 Projekte die Qualifikationskriterien, vier Mal brachten Produktionsfirmen ihr Gender Incentive für die Stoffentwicklung ein: BerghausWöbke Filmproduktion für Windstärke 17, Megaherz für Checkerin Marina und das Feueramulett, SamFilm für Prinzen bleiben nicht zum Frühstück und Trimafilm für Negatives Erscheinungsbild.

Seit der Einführung des Förderinstruments haben sich 43 Projekte für ein Gender Incentive qualifiziert. Mit der fortgeschriebenen Richtlinie hat der FFF Bayern das Verfahren weiterentwickelt: Seit Januar 2025 können sich auch Debütfilmprojekte qualifizieren. Neben weiblichen Besetzungen in den Bereichen Produktion, Drehbuch und Regie werden nun auch non-binäre Filmschaffende berücksichtigt. Vier Debütfilmprojekte haben sich 2025 qualifizieren können.

Verleih- und Vertriebsförderung

Mehr als 2,9 Mio. Euro entfielen auf die Förderung von Verleih und Vertrieb. Unterstützt wurde die Herausbringung etwa von 22 Bahnen (Constantin Film Verleih), Dann passiert das Leben (Majestic Filmverleih), Die drei ??? – Toteninsel (Sony Pictures), Das Kanu des Manitu (Constantin Film Verleih), Köln 75 (Alamode), Karla (eksystent Filmverleih), Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes (Weltkino Filmverleih), No Hit Wonder (Warner Bros. Entertainment), Pumuckl und das große Missverständnis (Constantin Film Verleih), Die Schule der magischen Tiere 4 (Leonine Distribution), Stiller (Studiocanal) und Das Verschwinden des Josef Mengele (DCM Film Distribution).

Gamesförderung

Mehr als 30 Gamesprojekte bekamen im Jahr 2025 FFF Förderung in einer Gesamthöhe von 2,5 Mio. Euro. Produktionsförderung erhielten: Dreamwalker: A Tavern Talk Story (Gentle Troll Entertainment), Full Suspension (Deficit Games), Oku (Irox Games), Paper Play VR (Studio Moondowner), Prospera (Active Fungus Studios), Train Jumble (Emergo Entertainment) sowie EverRail, für das Aesir Interactive Erfolgsdarlehen in Höhe von rund 160.000 Euro abrief. Erfolgreichen Release feierten fünf geförderte Games: Paper Animal RPG (Cuddling Raccons Studio), The Ebbing (Active Fungus Studios), Once Upon A Tile (KnotHorn Studio), Ruffy and the Riverside (Zockrates Laboratories) und Let Them Trade (Spaceflower). Das geförderte Spiel Stuntboost von Byting Games wurde beim Deutschen Entwicklerpreis mit dem Ubisoft Newcomer Award ausgezeichnet.

Extended Realities-Förderung

19 Experiences empfahl der Ausschuss für die FFF XR Förderung, davon haben neun Produktionsförderung erhalten. Dazu zählt Atmosphere, das neue Projekt von Reynard Films, die Mixed Reality-Experience DeMaré (Actrio Studio), Library of Dreams (Abduct Media), Salzsammler (Schäfer & Schilling), die Anwendung Virtuelle Röntgenausbildung in der Zahnmedizin (QM Interactive) und What the fox (Manuel Steitz). Präsentationen geförderter Experiences gab es auf den wichtigsten internationalen Bühnen, etwa bei Venice Immersive, wo ein Projekt im Biennale College ausgestellt war und drei weitere im Wettbewerb liefen. The Clouds Are Two Thousand Meters Up (Reynard Films) gewann den Hauptpreis des Wettbewerbs in Venedig.

Kinoförderung

Der FFF Vergabeausschuss hat 2025 für 77 bayerische Kinos Programmprämien in Höhe von insgesamt 800.000 Euro empfohlen. Die Prämien wurden in Kategorien von 28 × 7.500 Euro, 30 × 10.000 Euro, 18 × 15.000 Euro und 1 × 20.000 Euro vergeben. Die Spitzenprämie ging an das Park-Kino in Bad Reichenhall. Die Verleihung der Urkunden fand am 19. November 2025 durch den FFF Aufsichtsratsvorsitzenden Staatsminister Dr. Florian Herrmann in Kempten statt. Für die Zukunft der Kinos setzte der FFF Bayern sich wieder mit Investitionszuschüssen ein: Zum Stichtag 1.7.2025 hatten Kinobetreiber*innen für das Investitionsprogramm 24 Anträge mit einem Investitionsvolumen von 1.939.825 Euro eingereicht. Zu den häufigsten Modernisierungen zählen die
Umrüstung auf energieeffiziente Laserprojektoren, die Installation von Lüftungs- und Klimaanlagen, die Installation von Photovoltaikanlagen sowie die Erneuerung der Kinobestuhlung, Server und Tontechnik. Zudem investieren die Kinos in die Foyers und Gastrobereiche und erhöhen damit die Aufenthaltsqualität und Attraktivität ihrer Kinos. Der FFF Bayern hat für die Anträge zur Kinoinvestitionsförderung 2025 erneut die maximale Förderquote von 30 Prozent empfohlen. Es wurden insgesamt 576.695 Euro Fördermittel freigegeben. Insgesamt vergab der FFF Bayern im letzten Kalenderjahr rund 1,4 Mio. Euro für Bayerns Kinos.

Filmfestivalförderung

Als Filmfestivals im Sinne der im Jahr 2025 in Kraft getretenen Förderleitlinie gelten regelmäßig stattfindende, lokal verankerte Veranstaltungen mit künstlerisch-kuratorischem Anspruch und einem klaren programmatischen Profil. Förderfähig sind Filmfestivals in ganz Bayern mit besonderem Fokus auf Veranstaltungen in ländlichen Regionen. Sie müssen an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden und ein begleitendes Rahmenprogramm wie Publikumsgespräche, Diskussionen, Preisverleihungen oder Sonderveranstaltungen bieten. Über die eingereichten Anträge entscheidet der FFF Bayern nach Anhörung eines Expert*innenausschusses. Elf Filmfestivals erhielten 2025 Förderung vom FFF Bayern in einer Gesamthöhe von etwa 974.000 Euro. Von Ingolstadt und Nürnberg über Tegernsee, Regensburg, das Fünf Seen Land bis Landshut und Hof unterstützt der FFF Bayern die Festivalmacher*innen. In München erhielten das DOK.fest und Underdox Fördermittel.

Medienstandortförderung

23 Medienstandort-Initiativen unterstützte der FFF Bayern mit insgesamt mehr als 600.000 Euro. Dazu gehörten der CineCoPro Award (Internationale Münchner Filmwochen), der QMS Award beim Filmfest München (QMS Award e.V.), der Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke (Bernhard Wicki Gedächtnisfonds e.V.), die Creators Conference (Produktionsallianz), die HFF Screenings (HFF München), die Screenwriters’ Lounge (Deutscher Drehbuchverband), der XR Track beim Festival der Zukunft (1E9 Denkfabrik) sowie das Zertifikatsprogramm für die Weiterbildung zur Vertrauensperson am Set (Biniasz und Partner Lehrinstitut) und verschiedene Paneldiskussionen unterschiedlicher Anbieter beim Filmfest München.

Ausblick

Kurz nach Jahresbeginn 2026 sind mit großem Erfolg die geförderten Filme Extrawurst, Woodwalkers 2 Die drei ??? – Toteninsel im Kino gestartet, gefolgt von Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. Es folgen Ein fast perfekter Antrag, Der Schimmelreiter, Return to Silent Hill und später im Jahr Pferd am Stiel, Der verlorene Mann, Steckerlfischfiasko, Das gewisse Etwas, Frau Winkler verlässt das Haus, Corpus Delicti und Der perfekte Urlaub.

In Sundance lief The Weight in der Reihe Premieres, die internationale Koproduktion wird auch als Special Gala bei der 71. Berlinale laufen, ebenso wie acht weitere geförderte Filme, davon drei im Wettbewerb: Gelbe Briefe, Rose und Etwas ganz Besonderes. Der FFF Bayern ist Dachpartner des DocSalon des European Film Market und gestaltet sein Programm für die Doku-Szene mit. Fünf Filme sind zehnfach nominiert für den Preis der deutschen Filmkritik, davon entfallen vier Nominierungen auf Chaos und Stille.

Der FFF Bayern war Ende Januar als Partner beteiligt am Programm “In Focus: Germany” des Film Festival Göteborg und unterstützte die bayerischen Filmschaffenden der deutschen Delegation, im Programm liefen überdies vier geförderte Filme.

Beim Bayerischen Filmpreis gingen fünf Auszeichnungen an geförderte Produktionen, darunter zwei an Karla und eine an Das Kanu des Manitu als erfolgreichstem Film 2025. Darüber hinaus war 22 Bahnen als bester Film nominiert gewesen.

Für den Grimme Preis nominiert sind sieben geförderte Produktionen, darunter Rosenthal, Spuren und Unterwegs im Namen der Kaiserin. Beim Filmfestival Max Ophüls Preis liefen zwei geförderte Produktionen: Run Me Wild und Die Absperrfrau – Traumjob Filmbranche.

Die Film Commission des FFF Bayern präsentiert den Filmstandort Bayern auf den wichtigsten Messen und Märkten weltweit und liefert maßgeschneiderte Pitchings für internationale motivsuchende Crews. So unterstützt sie auch die Umsetzung der Dreharbeiten der geförderten Serien German Queen, Wandering Harlot und The Death of Sherlock Holmes, die allein 140 Drehtage in Bayern generieren.

Folgende FFF-geförderte Games feiern 2026 ihren Release: Legend of Khiimori, ChromaGun 2, Aquapark Tycoon, Cloudscrapers und Tavern Talk Stories: Dreamwalker. Ende April findet die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises (DCP) in München statt. Mitte des Jahres wird die fortgeschriebene Games-Förderrichtlinie in Kraft treten. Das Bayerische Staatsministerium für Digitales hat eine deutliche Erhöhung der Mittel für Games angekündigt.

Die geförderten Experiences The Clouds Are Two Thousand Meters Up und Out of Nowhere sind in die Reihe XR Experiences Spotlight des Festivals South by Southwest (SXSW) im März nach Austin eingeladen worden. Mit Beginn des Jahres ist die neue XR Richtlinie in Kraft getreten. Als bundesweit einzige Länderförderung verfügt der FFF Bayern über einen eigenen Fördertopf für XR und für die Entwicklung und Herstellung von XR-Produktionen eine eigene Richtlinie, mit der die XR-Förderung 2022 verstetigt wurde. Nachdem Experiences aus Bayern auf internationalen Festivals erfolgreich laufen, baut der FFF Bayern das Potenzial weiter aus: Die maximal mögliche Förderhöhe für Entwicklungen und Produktionen wurde verdreifacht.

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