Soeben wurden im Berlinale Palast am Marlene-Dietrich-Platz zum Abschluss der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin die Goldenen und Silbernen Bären verliehen. Der Goldene Bär ging an die Münchner Produktionsfirma if...Productions für den FFF-geförderten Kinofilm Gelbe Briefe von İlker Çatak. Der Silberne Bär für die beste Darstellung ging an Sandra Hüller für den FFF-geförderten Film Rose, eine Produktion von Schubert und Row Pictures in Koproduktion mit der Münchner Firma Walker + Worm Film. Das FFF-geförderte Drama Vier minus drei wurde heute Nachmittag mit dem Europa Cinemas Label gewürdigt.
Der Wettbewerbsbeitrag Gelbe Briefe ist die dritte Zusammenarbeit zwischen dem Münchner Produzenten Ingo Fliess und Autor und Regisseur İlker Çatak nach den ebenfalls preisgekrönten Spielfilmen Es gilt das gesprochene Wort und Das Lehrerzimmer. Es erzählt von einem gefeierten Künstlerehepaar, das in Ankara mit der 13-jährigen Tochter ein erfülltes Leben führt, bis ein Vorfall bei der Premiere seines neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten die Eheleute ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen. Das Drehbuch zu Gelbe Briefe schrieb İlker Çatak gemeinsam mit Ayda Meryem Çatak und Enis Köstepen. Der FFF Bayern förderte das Projekt in der Produktion und im Verleih. Gelbe Briefe ist eine Produktion von if…Productions mit Haut et Court und Limanfilm sowie ZDF und Arte. Das Münchner Unternehmen Alamode Film bringt Gelbe Briefe am 5. März 2026 in die deutschen Kinos. Die internationale Jury der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin würdigte den Film heute Abend mit dem Goldenen Bären. Am Nachmittag erhielt Gelbe Briefe zudem den Gilde Filmpreis.
Die internationale Jury zeichnete Sandra Hüller für ihre Darstellung in Rose mit dem Silbernen Bären aus. Rose wurde produziert von Schubert, ROW Pictures und Walker + Worm Film mit ORF, ZDF und Arte. Markus Schleinzer inszenierte den Stoff über eine Frau, die im 17. Jahrhundert versucht, als Mann zu überleben. Das Drehbuch schrieb der Regisseur gemeinsam mit Alexander Brom. Der FFF Bayern förderte Rose in der Produktion. Piffl Medien Filmverleih bringt Rose am 30. April 2026 in die deutschen Kinos.
Auch der FFF-geförderte Film Vier minus drei von Autor Senad Halilbašić und Regisseur Adrian Goiginger erhielt eine Auszeichnung: das Europa Cinemas Label. Zudem erreichte er beim Panorama Publikumspreis den 2. Platz. Das Drama über eine Frau, die nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Mannes und ihrer beiden Kinder ihre Familie sowie ihre Arbeit als Klinikclown verliert und sich auf unkonventionelle Weise ihrem Schicksal stellt, wurde produziert von Giganten Film, 2010 Entertainment mit BR, SWR und Arte. Auch hier ist Alamode Film der Verleih, Vier minus drei startet am 16. April 2026 in den deutschen Kinos
Der FFF-geförderte Talentfilm Was an Empfindsamkeit bleibt von Daniela Magnani Hüller erhielt eine Lobende Erwähnung bein Berlinale Dokumentarfilmpreis. Den Dokumentarfilm über einen Femizidversuch hat die Bildersturm Filmproduktion realisiert.
Insgesamt liefen neun geförderte Kinofilme in verschiedenen Sektionen, zwei geförderte Entwicklungen wurden im Co-Production Market präsentiert.
Bayerns Medienminister Dr. Florian Herrmann: „Der Erfolg FFF-geförderter Produktionen bei der diesjährigen Berlinale zeigt die kreative Stärke und internationale Wettbewerbsfähigkeit des Filmstandorts Bayern. Gratulation an die ausgezeichneten Filmschaffenden!“
FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein: „Eine tolle Performance FFF-geförderter Filme bei der Berlinale! Wir gratulieren allen Teams zu ihren Auszeichnungen, allen voran İlker Çatak und Ingo Fliess zum Goldenen Bären sowie Sandra Hüller zum Silbernen Bären! Wir wünschen uns, dass die Preise den Filmen einen starken Rückenwind für ihre Kinostarts geben.”