Der 25. Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke ging in diesem Jahr auch an zwei FFF-geförderte Kinofilme: Gelbe Briefe und Was an Empfindsamkeit bleibt. Der Ehrenpreis ging an Edgar Reitz, der seit mehr als sieben Jahrzehnten von München aus die Entwicklung des deutschen Films prägt und mit seinen Arbeiten seither Generationen von Filmschaffenden beeinflusst. Die Verleihung fand gestern Abend im Cuvilliéstheater in München statt. Der FFF Bayern gratuliert dem Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds zu 25 Jahren Friedenspreis des Deutschen Films.
Seit 25 Jahren verleiht der Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds e.V. unter dem Vorsitz von Gründerin Elisabeth Wicki-Endriss in München den Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke und hat damit ein Netzwerk ganz eigener Art geschaffen: Die Preisstatue besteht aus Brückenpfeilern, die imaginiert durch die internationalen Preisträger*innen eine Brücke des Friedens um den Globus bilden. FFF-geförderte Filme, die hier ausgezeichnet wurden, sind etwa Treasure – Familie ist ein fremdes Land, Sophie Scholl – Die letzten Tage, Nebel im August, Willkommen bei den Hartmanns, Ballon, Picco, Almanya – Willkommen in Deutschland, Das Leben der Anderen, Schachnovelle, Die Brücke am Ibar und September 5.
Im 25. Jubiläumsjahr zeichnete die Jury den FFF-geförderten Kinofilm Gelbe Briefe mit dem Friedenspreis aus. Der Film von Autor und Regisseur İlker Çatak und Produzent Ingo Fliess lief im Wettbewerb der Berlinale im Februar 2026 und gewann den Goldenen Bären. Im Berlinale Forum lief Was an Empfindsamkeit bleibt, ein Dokumentarfilm zum Thema Femizid von Daniela Magnani-Hüller. Auch diesen Film, mit dem die Autorin und Regisseurin ihren Abschluss an der HFF München machte, zeichnete die Jury in diesem Jahr mit dem Friedenspreis aus.
Der Ehrenpreis des Friedenspreises des Deutschen Films 2026 ging an Edgar Reitz, Autor, Regisseur und Produzent wegweisender Filmwerke und Filmtheoretiker, der auch das Denken über Film stets weiterentwickelt und als Professor an renommierten Kunsthochschulen und Kunstakademien weitergibt. Seit mehr als 70 Jahren lebt der herausragende Filmemacher in München, wo er in den Fünfzigerjahren an der LMU München Theaterwissenschaft, Germanistik, Kunstgeschichte und Publizistik studierte und erste Kurzfilme drehte. Der FFF Bayern förderte Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende, Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht und Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes.
FFF Geschätsführerin Dorothee Erpenstein: “Gelbe Briefe und Was an Empfindsamkeit bleibt zeigen auf unterschiedliche Weise, wie Kino gesellschaftliche Umbrüche widerspiegeln und Empathie stiften kann. Besonders freut es mich, dass sowohl ein etablierter Filmemacher als auch eine Nachwuchsregisseurin gewürdigt werden. Gratulation an Edgar Reitz zum Ehrenpreis! Diese Auszeichnung schenkt dem einzigartigen weltweiten Friedenspreis-Netzwerk einen der größten Autorenfilmemacher unserer Zeit. Zugleich gratuliere ich dem Bernhard Wicki Gedächtnis Fonds zu 25 Jahren Friedenspreis des Deutschen Films. Seit einem Vierteljahrhundert setzt dieser Preis ein wichtiges Zeichen für Humanität, Verständigung und die Kraft des Films, Brücken zu bauen.“
Der 25. Friedenspreis des deutschen Films International ging an an Autorin, Regisseurin, Produzentin und Hauptdarstellerin Cherien Dabis für Im Schatten des Orangenbaums.
Die Aufzeichnung der von Benita Sarah Bailey moderierten 25. Friedenspreis-Verleihung 2026 ist am 27. Juni 2026, um 23:45 Uhr bei 3sat und am 30. Juni 2026 23:45 Uhr im BR Fernsehen zu sehen. Im Anschluss ist sie in der ARD Mediathek verfügbar. Die 25. Verleihung fand mit Unterstützung der FFF Bayern-Standortförderung statt.
Alle diesjährigen Preisträger*innen finden Sie hier.