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Pressemitteilung / 20.11.2025

1,4 Mio. Euro für Bayerns Kinos: Prämien für herausragende Filmprogramme und Investitionsförderungen für die Zukunft

Inhalt der Pressemitteilung

Das herausragende Jahresfilmprogramm von 77 Kinos im ganzen Freistaat würdigt der FFF Bayern in diesem Jahr mit Prämien in einer Gesamthöhe von 800.000 Euro. Sie wurden heute in Kempten im Allgäu verliehen. Die Spitzenprämie in Höhe von 20.000 Euro ging an das Park-Kino in Bad Reichenhall. Zudem unterstützt der FFF Bayern 2025 die Modernisierungen und Investitionen von 24 Kinos mit insgesamt 576.695 Euro.

Gewinner der Spitzenpreisprämie mit Dorothee Erpenstein, Christian Bräuer und Florian Herrmann
Copyright: FFF Bayern/ Patrick Vöhringer

Die Liste aller prämierten Kinos finden Sie hier.

“Das Park-Kino in Bad Reichenhall ist mehr noch als ein Kulturhaus – es ist sozialer Treffpunkt, tief verwurzelt in der Gemeinschaft von Bad Reichenhall”, würdigte FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein in der Laudatio das Gewinnerkino der Spitzenprämie. Staatsminister Dr. Florian Herrmann überreichte im Kornhaus in Kempten den Betreibern Josef Loibl und Max Berger die Urkunde. Unter den Gästen waren auch Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle und Dr. Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender AG Kino.

91 gewerbliche Kinos aus Bayern hatten einen Antrag auf Gewährung einer Kinoprogrammprämie für den Berichtszeitraum 1. Januar – 31. Dezember 2024 gestellt. Der FFF Vergabeausschuss hat für 77 bayerische Kinos Programmprämien in Höhe von insgesamt 800.000 Euro empfohlen. Die Mittel für die Kinoprogrammprämien stammen aus Mitteln aller FFF Gesellschafter (450.000 Euro) sowie zusätzlichen Mitteln des Freistaats Bayern (350.000 Euro). Die Prämien werden in Kategorien von 28 x 7.500.- Euro, 30 x 10.000.- Euro, 18 x 15.000 Euro und 1 x 20.000 Euro vergeben.

In ihrer Rede nannte FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein die aktuellen Erfolge FFF-geförderter Kinofilme. Seit August landet kontinuierlich Woche für Woche ein FFF-geförderter Kinofilm auf Platz 1: Das Kanu des Manitu, Die Schule der magischen Tiere 4 und zuletzt Pumuckl und das große Missverständnis. Das Drama Dann passiert das Leben steht momentan auf Platz 1 der Arthouse-Charts. Bei all diesen Filmen ist der FFF Bayern Hauptförderer.

„Kinos ermöglichen einen einfachen und unmittelbaren Zugang zu kultureller Teilhabe“, betonte Bayerns Medienminister Dr. Florian Herrmann in seiner Rede. „Gerade im ländlichen Raum sind sie ein wichtiger Ort für gemeinschaftliches Kulturerleben. Die vielen Kinos in der Fläche leisten hier einen wertvollen Beitrag. Der Freistaat hält die Fördermittel trotz angespannter Lage stabil und prüft, wie die Branche 2026 weiter unterstützt werden kann. Eine verlässliche Investitionsförderung mit Planungssicherheit bleibt dafür entscheidend. Auch eine Stärkung der Investitionsförderung für die Kinos durch die FFA wird angeregt. Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber sichern kulturelle Vielfalt und behaupten sich zugleich gegenüber der starken Konkurrenz durch Streaminganbieter.“

Der FFF Bayern hat 2025 für Kinoinvestitionen mit Mitteln des Freistaats erneut die maximale Förderquote von 30 Prozent empfohlen und insgesamt 576.695 Euro freigegeben. Zuschüsse für Investitionen erhalten haben Kinos in Aschaffenburg, Gilching, Gräfelfing, Gröbenzell, Ingolstadt, Miltenberg, München, Neuburg, Nürnberg, Offingen, Passau, Pegnitz, Plattling, Regensburg, Türkheim, Viechtach und Weiden.

Dr. Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino, ging in seiner Ansprache unter anderem auf die vielfältige Kinolandschaft in Bayerns Städten und im ländlichen Raum ein. Diese trage maßgeblich dazu bei, dass Bayern zu den führenden Medienstandorten in Europa zählt. Möglich sei dies nur durch umsichtiges politisches Management und eine weitsichtige Förderpolitik. Das Engagement der Kinobetreiber*innen sei mit dem gleichzusetzen, was der Papst am vergangenen Wochenende vor hundert Filmschaffenden als einen „Akt der Liebe“ bezeichnet hat.

Der Verleihung vorangegangen war das traditionelle Warm-Up am Vorabend. Dieses fand in diesem Jahr im Kino Colosseum Center Kempten statt. Als Überraschungsfilm präsentierte der FFF Bayern die FFF-geförderte Theaterverfilmung Extrawurst (Drehbuch: Dietmar Jacobs, Moritz Netenjakob, Regie: Marcus H. Rosenmüller). Vertreter*innen der Produktionsfirma Lieblingsfilm und des Verleihs Studiocanal stellten dem Publikum den Film persönlich vor und gaben im Q&A Einblicke in die Entstehung, Herstellung und Vermarktung des Films.

Foto oben: Die mit der Spitzenprämie geehrten Kinobetreiber Josef Loibl und Max Berger vom Park-Kino Bad Reichenhall mit Staatsminister Dr. Florian Herrmann, FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein und AG Kino-Vorstandsvorsitzendem Dr. Christian Bräuer heute Vormittag bei der Verleihung der FFF Kinoprogrammprämien im Kornhaus in Kempten. Copyright: FFF Bayern/ Patrick Vöhringer

Weitere Bilder der Veranstaltungen finden Sie ab morgen auf unserer Website.

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