Zum Hauptinhalt
Aktuelles / 13.05.2026

IM KINO: „Ein Münchner im Himmel“, „Innere Emigranten“, „The Cowboy“ und „Was an Empfindsamkeit bleibt“

Szenenbild von "Ein Münchner im Himmel"
Ein Münchner im Himmel / Copyright: LEONINE Studios

Inhalt des Blogbeitrags

Am 14. Mai 2026 starten vier FFF- geförderte Filme in den deutschen Kinos: Die bayerische Komödie Ein Münchner im Himmel sowie die Dokumentarfilme Innere Emigranten, The Cowboy und Was an Empfindsamkeit bleibt.

Ein Münchner im Himmel

Szenenbild von "Ein Münchner im Himmel"
Ein Münchner im Himmel / Copyright: LEONINE Studios

Zum Inhalt: Taxifahrer und Münchner Original Wiggerl landet nach einem Autounfall im Himmel – aber statt Bier und Blasmusik gibt’s hier nur Soja-Manna und Yoga zu Harfenklängen. Ein Albtraum für den aufmüpfigen bairischen Dickkopf. Damit im Himmel wieder Ruhe und Frieden einkehrt, schickt man ihn kurzerhand mit einer Mission zurück. Wenn er es schafft, sein Karma-Konto auf Vordermann zu bringen, darf er auf der Erde bleiben.
Allerdings ist Wiggerls Tochter Toni die Einzige, die ihn jetzt noch sehen und hören kann. Für alle anderen ist er Luft. Seine Bitte, ihm zu helfen, schmettert Toni ab – schließlich hat sich ihr Vater zu Lebzeiten kaum um sie und ihre Mutter gekümmert. Nur mit einer ordentlichen Portion Selbsterkenntnis gelingt es Wiggerl schließlich wieder etwas Vertrauen zurückzugewinnen. Aber der Wettlauf gegen die Zeit ist noch nicht vorbei und Wiggerl dämmert so langsam, worum es bei seiner Mission eigentlich geht…

Regie führte David Dietl nach einem Drehbuch von Marcus Pfeiffer. Rund um Maximilian Brückner als Wiggerl spielen Hannah Herzsprung als Tonis Mutter, Momo Beier als seine Tochter Toni, Marcel Mohab als Wiggerls alter Freund Lucky, Michaela May als Tonis Oma, Heiner Lauterbach, Simon Pearce, Sigi Zimmerschied, Robert Palfrader, Maxi Schafroth sowie Olli Schulz und Ina Müller.

Ein Münchner im Himmel ist eine Produktion von Wiedemann & Berg Film, in Koproduktion mit EPO-Film. Den Verleih hat LEONINE Studios übernommen.

Innere Emigranten

Szenenbild von "Innere Emigranten"
Innere Emigranten / Copyright: Karbe Film

Zum Inhalt: Drei ehrenamtliche Psycholog*innen einer Moskauer Krisenhotline leisten seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine freiwilligen Telefondienst. Die Auswirkungen der russischen Propaganda auf die eigene Bevölkerung werden während ihrer Arbeit besonders spürbar. Zwischen beruflicher Verantwortung und den weitreichenden Einschränkungen der Meinungsfreiheit müssen die Psycholog:innen einen Weg finden. In dem aufreibenden Balanceakt zwischen den Bedürfnissen der Hilfesuchenden und ihrer eigenen psychischen Gesundheit wird das Risiko sichtbar, selbst zu Kompliz*innen des totalitären Systems zu werden.

Die Regisseurin Lena Karbe begleitete die drei ehrenamtlichen Psycholog*innen unter strengster Geheimhaltung über drei Jahre hinweg. So entstand ein kollektives Psychogramm der russischen Gesellschaft und eine Mahnung an die zerstörerische Kraft eines autoritären Regimes für die Zivilgesellschaft.

Innere Emigranten ist eine Produktion von Karbe Film und Macalube Film in Zusammenarbeit mit See-Through Films, RBB und MDR und erscheint im Verleih von mindjazz pictures.

The Cowboy

Szenenbild von "The Cowboy"
The Cowboy / Copyright: telekult Film- und Medienproduktion GmbH

Zum Inhalt: Der elfjährige Crowley aus Colorado träumt von einem Leben als Cowboy – von Kraft, Freiheit und unbeugsamer Männlichkeit. Mit diesen Werten erziehen ihn seine Eltern, die Familie ist alles für ihn. Der Junge versucht ihren Erwartungen gerecht zu werden, so gut es geht: Disziplin ohne Widerspruch, harte Arbeit auf der Ranch. Doch dann stellt eine unerwartete Tragödie seine Vorstellungen von Mut und Härte radikal in Frage. Mit jedem Rückschlag erkennt der Junge mehr, dass zu echter Stärke auch Verletzlichkeit und der Mut zum Scheitern gehören.

Regisseur André Hörmann begleitet den jungen Crowley McCuistion mit großer Nähe und Sensibilität über zehn Jahre lang auf seinem Weg zum erwachsenen Mann.

Der Dokumentarfilm The Cowboy von telekult Film- und Medienproduktion entstand in Koproduktion mit Mitten Media und ZDF und in Zusammenarbeit mit ARTE, SVT UND TVO.

Was an Empfindsamkeit bleibt

Szenenbild von "Was an Empfindsamkeit bleibt"
Was an Empfindsamkeit bleibt / Copyright: Bildersturm

Zum Inhalt: Vierzehn Jahre nachdem die Filmemacherin den versuchten Femizid eines Mitschülers überlebt hat, kehrt sie zu den prägenden Momenten und Menschen von damals zurück. Es sind Erinnerungen voller Wärme und Zuversicht, aber auch von Kälte und Brutalität. In einer fragmentarischen, selbstreflexiven Erzählform nähert sie sich dem Erlebten erneut an und begegnet den Personen, die in den drei Jahren um die Tat für sie eine wichtige Rolle spielten: einer Lehrerin, einer ehemaligen Mitschülerin, einem Arzt, einem Staatsanwalt, einer Kommissarin, ihrer Halbschwester und einer Freundin in Brasilien. In den Gesprächen sucht sie nach deren Erinnerungen an die damaligen Situationen – und nach Antworten auf die Fragen, die sie all die Jahre begleitet haben. Die Reise führt sie von München bis nach Rio de Janeiro.

Der Film der deutsch-brasilianischen Regisseurin Daniela Magnani Hüller, von der auch das Drehbuch stammt, wurde bei der diesjährigen Berlinale von der Jury des Dokumentarfilmpreises mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet.

Was an Empfindsamkeit bleibt wurde von Bildersturm Filmproduktion in Koproduktion mit ZDF Das kleine Fernsehspiel und in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film produziert.