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Aktuelles / 12.08.2026

20. Fünf Seen Filmfestival: 19 FFF-geförderte Filme im Programm

Szenenbild von „Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir“.
Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir / Copyright: (c) Nordpolaris, Anne Wilk

Inhalt des Blogbeitrags

Das Fünf Seen Filmfestival (FSFF), das dieses Jahr vom 03. bis 13. September stattfindet, feiert seine 20. Jubiläumsausgabe. Im Programm laufen in diesem Jahr 19 FFF-geförderte Filme in verschiedenen Sektionen, darunter "Lieblingsmenschen - Die außergewöhnliche Freundschaft zwischen Agnes und Amir", der Eröffnungsfilm des Festivals.

Seit 2007 kommen jährlich hochkarätige internationale Filmschaffende und Filmbegeisterte in der Region der fünf oberbayerischen Seen Starnberger See, Ammersee, Pilsensee, Wörthsee und Weßlinger See zusammen, um gemeinsam die Kunst des Films zu zelebrieren.

Im Programm laufen in diesem Jahr folgende 19 FFF-geförderte Filme in verschiedenen Sektionen:

Reihe: Dach Panorama Spiel- und Dokumentarfilm

Szenenbild von "Lieblingsmenschen - Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir"
Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir / Copyright: (c) Nordpolaris, Anne Wilk

Lieblingsmenschen – Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes und Amir

Eine Bank in einem Berliner Stadtteilpark. Die 101jährige Agnes beobachtet aus ihrer Wohnung genau, wer darauf sitzt. Als eines Tages Amir, ein syrischer Flüchtling darauf Platz nimmt, weist sie ihn dementsprechend zurecht. Dabei zeigt sich aber auch, dass sie den gleichen Humor haben. Und wie es der Zufall will, begegnen sie sich wieder, denn Agnes kommt auf Anraten einer Freundin auf die Idee, aus ihrer Wohnung eine WG zu machen, um nicht aus Altersgründen gekündigt zu werden. Amir stellt sich als Bewerber vor und Agnes nimmt ihn bei sich auf. In wunderbarer Weise lernen sie sich zu akzeptieren, bis Amir von einer 97jährigen Turniertänzerin im Guiness-Buch der Rekorde liest. Könnte nicht vielleicht … Agnes diesen Rekord brechen?

Drehbuch: Malte Welding
Regie: Helena Hufnagel
Produktion: NORDPOLARIS
Verleih: X Verleih
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Gentle Monster

Szenenbild von "Gentle Monster"
Gentle Monster / Copyright: (c) Alamode Film, Film AG, Frédéric Batier

Eine Geschichte über Vertrauen und Täuschung, über Liebe und die Ehrlichkeit zu sich selbst.
Die Konzertpianistin Lucy zieht mit ihrem Mann Philip und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf. Wer ist der Mann, den sie liebt, wirklich? Auf ihre Fragen weiß ihr Mann Antworten, doch immer wieder muss Lucy erfahren, dass die Antworten nicht stimmen. Auf neue Fragen gibt es wieder Antworten, aber auch diese sind falsch.

Drehbuch & Regie: Marie Kreutzer
Produktion: Komplizen Film
Verleih: Alamode
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Reihe: Dokumentarfilmpreis

Szenenbild von "Meanwhile in Namibia"
Meanwhile in Namibia / Copyright: (c) Jonas Spriestersbach

Meanwhile in Namibia

“Wir sollen eine Kultur zeigen, die wir nie gesehen haben”, sagt ein Herero in Namibia in die Kamera. Der Völkermord an seinen Vorfahren durch die Deutsche Kolonialmacht hat seine Kultur verschwinden lassen. Statt Reparationen zu zahlen oder Landenteignungen aufzuarbeiten, fördert Deutschland Entwicklungshilfeprojekte wie die Lebenden Museen. Herero und andere Volksgruppen sollen TouristInnen ihre vorkoloniale Lebensweise präsentieren. Nicht nur durch diese an Völkerschauen erinnernde Praxis werden strukturelle Ungleichheit und Rassismus in Namibia offensichtlich.
Präzise Beobachtungen und Begegnungen werfen Fragen der Verantwortung und der deutschen Erinnerungskultur auf.

Drehbuch & Regie: Jonas Spriestersbach
Produktion: Leykauf Film

FFF-Förderung: Stoffentwicklung

Im Umkreis des Paradieses

Szenenbild von "Im Umkreis des Paradieses"
Im Umkreis des Paradieses / Copyright: (c) Trimafilm, Zeno Legner

In einer der ärmsten Gegenden Paraguays liegt Caazapá, die Stadt der Zauber und Legenden. Zwei junge paraguayische Studierende suchen hier Glück, Gold und einen magischen Vogel. Nebenan, hinter dem bewachten Zaun einer Siedlung, suchen europäische Aussteiger Freiheit, Heilung und Rettung vor dem Weltuntergang – für sich und ihre Ersparnisse. Zwischen ihnen liegen 12 km Straße aus roter Erde, die sich in Regenzeiten in einen Sumpf verwandelt. Um sie herum schweben feuchte Hitze und Zikadenchöre.

Während die Siedlung durch Grabenkämpfe und Verluste geht, folgen die Locals ihren eigenen Mythen, die auf die Missions- und Kolonialgeschichte des Landes zurückweisen. Sie alle haben eine Erzählung vom Paradies.

Drehbuch & Regie: Yulia Lokshina
Produktion: Trimafilm

Verleih: Across Nations Filmverleih, Filmotor
FFF-Förderung: Talentfilm, Stoffentwicklung, Verleih

Materia Prima - New Energy - Old Powers

Szenenbild von "Materia Prima - New Energy - Old Powers"
Materia Prima / Copyright: (c) Börres Weiffenbach

Das weltweit größte Lithiumvorkommen befindet sich in den bolivianischen Anden. Die Europäer wollen den Rohstoff, um ihre Automobilindustrie zu retten. Die Bolivianer wollen ihn nutzen, um die Armut zu überwinden. Europäische Unternehmer und EU-Diplomaten verhandeln mit der bolivianischen Regierung. Auf dem Land mobilisieren sich zivilgesellschaftliche Gruppen, hauptsächlich von Frauen organisiert.
Ein Einblick in die strategischen Verhandlungen der Europäer und die unterschiedlichen Haltungen eines Bauern, einer Lamahirtin, einer Minenwächterin, einer Anwältin, eines Bergarbeiters und einer politischen Aktivistin in Bezug auf die geplante Industrialisierung Boliviens durch ausländische Unternehmen.

Drehbuch & Regie: Jens Schanze
Produktion: Mascha Film Regensburg, Film Tank Hamburg
Verleih: Daniel Ludwig Cine Global
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Reihe: ODEON

Szenenbild von "Wer weiß schon, was ein Leben ist?"
Wer weiß schon, was ein Leben ist? / Copyright: (c) W-Film Distribution

Wer weiß schon, was ein Leben ist?

Paula Modersohn-Becker zählt heute zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne – zu Lebzeiten verkaufte sie dagegen kaum ein Bild. Anlässlich ihres 150. Geburtstags begibt sich eine junge Schauspielerin auf die Spur einer außergewöhnlichen Frau. Zwischen Worpswede und Paris nähert sie sich Leben, Werk und Denken Paula Modersohn-Beckers an. Je tiefer sie in deren Welt eintaucht, desto mehr wird die Suche auch zu einer Begegnung mit sich selbst. Je tiefer sie in das Leben der Malerin, ihre Bilder und ihre Gedanken eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Entstanden ist so keine gewöhnliche Künstlerbiografie und kein Museumsfilm, sondern eine poetische Begegnung zwischen zwei Frauen, die mehr als hundert Jahre trennen.

Drehbuch: Annelie Boroș, Vera Brückner, Anja Salomonowitz
Regie: Annelie Boroș, Vera Brückner
Produktion: Kinescope Film
Verleih: W-FILM Distribution
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Reihe: Perspektive Spielfilmpreis

Szenenbild von "Run me wild"
Run me wild / Copyright: (c) Lea Dähne

Run me wild

Toni spricht nicht über ihre Vergangenheit. Sie stemmt lieber Gewichte, bis die Hände zittern. Oder lenkt sich mit der Arbeit in der Gärtnerei ihrer Eltern ab. Doch immer öfter holen ihre traumatischen Erinnerungen sie ein. Als Toni die abenteuerlustige Anna kennenlernt, entwickelt sich zwischen beiden mehr als Freundschaft. Anna bringt Leichtigkeit in Tonis Alltag. Aus Vertrautheit wird Anziehung, aus Anziehung etwas, das Toni kaum zuzulassen wagt. Während sich Toni vorsichtig auf Anna einlässt, macht in der Gegend ein Gerücht die Runde: Ein Tiger streunt frei herum und es ist nicht klar, woher er stammt und wohin er geht. Und je mehr Anna Toni herausfordert, desto häufiger schleicht sich der Tiger in Tonis Träume. Inmitten eines Hopfenfeldes steht das Raubtier plötzlich vor ihr.

Drehbuch: Madeleine Hartung
Regie: Catharina Lott
Produktion: Apollonia Film

Verleih: Narrative Way
FFF-Förderung: Talentfilm

Kalter Hund

Szenenbild von "Kalter Hund"
Kalter Hund / Copyright: (c) MilkPictures, 2026 Weltkino Filmverleih

Komödie um eine ganz normale Familie. Der Großvater liegt am Morgen seines 100. Geburtstages tot im Bett. Doch die ersten Gäste kommen bereits. Die Familie beschließt schnell, vor den geladenen Geburtstagsgästen erst einmal ein absurdes Schmierentheater aufzuführen, um den Tod des Patriarchen geheim zu halten und so das makellose Bild der Familie zu wahren. Trotz aller Mühen gelingt das nicht und als wäre das alles nicht schlimm genug verschwindet auch noch das Testament. Und so entflammt ein gnadenloser Erbstreit in Fannys Familie, der alte Machtverhältnisse ins Gegenteil verkehrt und die gesamte Sippe schließlich dazu zwingt, gemeinsam eine Familienaufstellung zu machen. Ob das aber die Lösung bringt, ist nicht ausgemacht.

Drehbuch: Pauline Roenneberg, Britta Schwem

Regie: Pauline Roenneberg
Produktion: Milk Pictures
Verleih: Weltkino Filmverleih
FFF-Förderung: Talentfilm, Verleih

Reihe: Kinder- und Jugendfilme

Szenenbild von "Ein Mädchen namens Willow"
Ein Mädchen namens Willow / Copyright: (c) Constantin Film, Stefanie Leo

Ein Mädchen namens Willow

Ein magisches Abenteuer um Willow, die eine gute Hexe sein will. Als sie sich eines Tages von einem zutraulichen Fuchs tiefer in den Wald locken lässt, findet sie ihren neuen Lieblingsort, einen riesigen, alten Baum, der weiße Blüten auf sie fallen lässt und den sie Waldtraud tauft.
Später erfährt sie, dass sie aus einer Hexenfamilie stammt. Aber will sie das? Die Frage erübrigt sich schnell, denn der Wald braucht Rettung und Willow dafür die Unterstützung dreier anderer Mädchen mit Hexenkraft, um die ganze Hexenkraft des Feuers zu entfachen. Diese Magie kann sie gut gebrauchen, denn das Immobilienmaklerpaar Geier & Geier will den Zauberwald kaufen und abholzen, um ein Einkaufszentrum zu errichten.

Drehbuch: Gesa Scheibner
Regie: Mike Marzuk
Produktion: SamFilm
Verleih: Constantin Film
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Pumuckl und das große Missverständnis

Senenbild von "Pumuckl und das große Missverständnis"
Pumuckl und das große Missverständnis / Copyright: (c) Constantin Film

Eine Schildkröte, ein Ausflug aufs Land und dann auch noch Nachbar Burkes Geburtstag: Bei Pumuckl und Eder ist in diesem Sommer ganz schön viel los! Zu viel vielleicht – denn bei so vielen Ereignissen schaffen es die beiden kaum noch, ordentlich miteinander zu sprechen. Zwischen Eder und Pumuckl kommt es zu einem großen Missverständnis und die beschauliche Welt der beiden droht auseinanderzubrechen.

Drehbuch: Matthias Pacht, Korbinian Dufter
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Produktion: Neuesuper
Verleih: Constantin Film
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Reihe: TRIBUTES - Luna Wedler

Szenenbild von "22 Bahnen"
22 Bahnen / Copyright: (c) Constantin Film, Gordon Timpen

22 Bahnen

Tildas Tage sind streng durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, schwimmen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern – und an schlechten Tagen auch um ihre Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstraße in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, den Tilda fünf Jahre zuvor verloren hat. Viktor, der – genau wie sie – immer 22 Bahnen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle.

Drehbuch: Elena Hell
Regie: Mia Maariel Meyer
Produktion: BerghausWöbke Filmproduktion
Verleih: Constantin Film
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Sie glauben an Engel, Herr Drowak?

Szenenbild von "Sie glauben an Engel, Herr Drowak?"
Sie glauben an Engel, Herr Drowak? / Copyright: (c) Ziegler Film Baden-Baden / X Verleih

Die lebensfrohe Studentin Lena glaubt fest an das Glück und das Gute im Menschen. Im Rahmen eines sozialen Projekts wird sie vom Amt als Schreibtrainerin zu Hugo Drowak geschickt, der sein Glück schon lange verloren hat und allein in einem heruntergekommenen Hochhaus lebt. Trotz seiner notorischen Gemeinheiten gibt Lena nicht auf, ihn für den kreativen Prozess zu begeistern. Sie ist überzeugt, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient. Widerwillig beginnt Drowak über die Liebe seines Lebens zu schreiben und weckt damit die Dämonen seiner Vergangenheit. Als Lena den Zusammenhang begreift, stellt sie sich ihnen entschlossen entgegen.

Drehbuch: Bettina Gundermann
Regie: Nicolas Steiner
Produktion: Zieglerfilm München
Verleih: X Verleih
FFF-Förderung: FFF Erfolgsdarlehen

Reihe: TRIBUTES - Monika Buttinger

Szenenbild von "Zweitland"
Zweitland / Copyright: (c) Starhaus, Helios Sustainable Films

Zweitland

Heute ein Urlaubsparadies, aber vor gut 60 Jahren ein Pulverfass: Südtirol wurde jahrelang von einer Eskalation der Gewalt erschüttert.
Südtirol, 1961. Die norditalienische Region wird durch eine Serie von separatistischen Bombenanschlägen erschüttert. Während der junge Bauernsohn Paul der Perspektivlosigkeit seines Dorfes entkommen und Malerei studieren will, kämpft sein älterer Bruder Anton kompromisslos für den Schutz der deutschsprachigen Minderheit – notfalls mit Gewalt. Nachdem Anton als einer der Attentäter enttarnt wird, flieht er und lässt Hof und Familie zurück. Widerwillig verschiebt Paul seine eigenen Pläne, um Antons Frau Anna und ihren kleinen Sohn zu unterstützen. Während die Lage eskaliert und die italienische Polizei hart durchgreift, beginnt Anna sich zunehmend gegen die patriarchalen Strukturen ihres Umfelds zu wehren.

Drehbuch & Regie: Michael Kofler
Produktion: Starhaus Filmproduktion
Verleih: Weltkino Filmverleih
FFF-Förderung: Projektentwicklung Kinofilm, Produktion Kinofilm, Verleih

Corsage

Szenenbild von "Corsage"
Corsage / Copyright: (c) Alamode Film, Robert M Brandstaetter

Weihnachten 1877: Es ist der 40. Geburtstag von Kaiserin Elisabeth von Österreich. In ihrer Rolle an der Seite ihres Mannes Kaiser Franz Joseph darf sie keine Meinungen äußern, sondern muss für immer die schöne junge Kaiserin bleiben. Um dieser Erwartung zu entsprechen, hält sie an einem rigiden Plan aus Hungern, Sport, Frisieren und täglichen Messungen der Taille fest. Doch Elisabeths Widerstand gegen das überlebensgroße Bild ihrer selbst wächst von Tag zu Tag. Sie will nicht länger in einem höfischen Korsett leben.

Drehbuch & Regie: Marie Kreutzer
Produktion: Komplizen Film
Verleih: Alamode Film
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Reihe: TRIBUTES - Marcus H. Rosenmüller

Szenenbild von "Wer früher stirbt ist länger tot"
Wer früher stirbt ist länger tot / Copyright: (c) Movienet Film

Wer früher stirbt ist länger tot

Herzerfrischender Kultfilm über die seelischen Nöte eines Kindes und Startpunkt für eine außergewöhnliche Karriere: Schwierige Zeiten für den elfjährigen Sebastian: Weil er sich für den frühen Tod seiner Mutter verantwortlich fühlt, setzt er nun alles daran, Dinge in seinem Umfeld wieder gerade zu rücken. Unter anderem muss eine neue Frau für seinen Vater her. Diverse Zeichen ermutigen den naiven, aber aufgeweckten Jungen in seinem Vorhaben.

Drehbuch: Marcus H. Rosenmüller, Christian Lerch
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Produktion: Roxy Film, BR
Verleih: Movienet Film
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Stoffentwicklung, Verleih

Die Perlmutterfarbe

Szenenbild von "Die Perlmutterfarbe"
Die Perlmutterfarbe / Copyright: (c) Constantin Film

Adaption des gleichnamigen Romans von Anna Maria Jokl. Es ist das Jahr 1933. Im Mikrokosmos der Schule zeigt sie auf, wie leicht beeinflussbar nicht nur Kinder sind und wie schnell Gruppendynamik und -zwänge beängstigende Ausmaße annehmen können. Alexander würde so gern den großen Malwettbewerb seiner Schule gewinnen, um seiner Mitschülerin Lotte zu imponieren. Durch Zufall gerät er an die neueste Erfindung seines besten Freundes, die Perlmutterfarbe. In der Klasse wird fieberhaft nach dem Dieb gefahndet, aber statt mit der Wahrheit herauszurücken, greift Alexander zu einer Notlüge. Gruber, ein unliebsamer Klassenkamerad, deckt Alexander und nutzt dessen Abhängigkeit für seine Zwecke.

Drehbuch: Marcus H. Rosenmüller, Christian Lerch
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Produktion: d.i.e. film
Verleih: Constantin Film
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Stoffentwicklung, Verleih

“Die Perlmutterfarbe” wird auch in der Sektion Kinder- und Jugendfilme gezeigt.

Dreiviertelblut

Szenenbild von "Dreiviertelblut"
Dreiviertelblut / Copyright: (c) Südkino

Es sind nicht gerade triviale Themen, über die Sebastian Horn und Gerd Baumann von Dreiviertelblut behandeln. Was sie beschäftigt und Eingang in die Lieder ihrer kitschfreien Heimatsound-Band findet, sind die Fragen nach dem großen Ganzen. Was ist Zeit, wie fühlt sich die Erfahrung der Vergänglichkeit an, was bleibt, wenn wir sterben, was ist der Sinn des Lebens? Aber dieses Philosophieren mutet oft federleicht an, es kann erfüllt von Lebensfreude und manchmal sogar eine Spur schalkhaft sein.
Dreiviertelblut, das sind zwei kongeniale Musiker, die ihr urbayerisches Lebensgefühl sinnlich mit dem universellen Ganzen durchweben. Marcus H. Rosenmüller schuf ein schwarzweiß schillerndes, humorvolles Filmgedicht.

Drehbuch: Marcus H. Rosenmüller
Regie: Marcus H.Rosenmüller, Johannes Kaltenhauser
Produktion: Südkino Filmproduktion
Verleih: Südkino
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Räuber Kneißl

Szenenbild von "Räuber Kneißl"
Räuber Kneißl / Copyright: (c) movienet

“Ich kann kein Unrecht leiden. Ich kann mich nicht beugen, lieber gehe ich selber zu Grunde” – Mathias Kneißl (1875-1902)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts legt sich der legendäre Räuber Kneißl mit der Obrigkeit an. Während sie den vermeintlichen Schwerverbrecher zur Strecke bringen will, liebt das einfache Volk den Hias, der einer von ihnen ist und bis zuletzt jeder Ungerechtigkeit trotzt, die ihm widerfährt. Denn wenn einer wie er keine Chance bekommt, in der Heimat ein rechtschaffenes Leben zu führen, wird er nichts unversucht lassen, mit seiner großen Liebe in Amerika ein neues Leben zu beginnen: Das Geld für die Überfahrt bringt er auf ehrliche Weise nicht auf. Einen letzten Bruch sieht er als einzigen Ausweg – der Anfang vom tragischen Ende.

Drehbuch: Karin Michalke, Christian Lerch

Regie: Marcus H. Rosenmüller
Produktion: Wiedemann & Berg
Verleih: Movienet
FFF-Förderung: Verleih

Extrawurst

Szenenbild von "Extrawurst"
Extrawurst / Copyright: (c) Studiocanal GmbH

Eigentlich ist es reine Formsache. Für den Tennisclub Lengenheide soll ein Grill für die nächste Vereinsfeier angeschafft werden. Doch da schlägt Melanie vor, für ihren Doppelpartner Erol und das einzige muslimische Mitglied des Vereins einen zweiten Grill zu kaufen. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die gut gemeinte Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Schnell wird allen klar: Es geht hier um viel mehr als einen Grill.

Drehbuch: Dietmar Jacobs, Moritz Netenjakob
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Produktion: Lieblingsfilm
Verleih: Studiocanal
FFF-Förderung: Produktion Kinofilm, Verleih

Hannelore Elsner Preisträgerin Luna Wedler

Im Rahmen des Festivals werden 8 verschiedene Preise verliehen, darunter der mit 5.000 € dotierte Hannelore-Elsner-Preis. Dieses Mal wird die Filmschauspielerin Luna Wedler hiermit ausgezeichnet, die dieses Jahr unter anderem in den FFF-geförderten Filmen “22 Bahnen” und “Sie glauben an Engel, Herr Drowak?” zu sehen ist. Luna Wedler ist die bisher achte Schauspielerin, die mit der renommierten Auszeichnung gewürdigt wird. Sie folgt auf Barbara Auer, Nina Hoss, Birgit Minichmayr, Sandra Hüller, Paula Beer, Corinna Harfouch und Leonie Benesch.

Sie nimmt den Preis am 4. September in der Schlossberghalle Starnberg entgegen. Bei der Preisverleihung wird die Tragikomödie “Sie glauben an Engel, Herr Drowak?” gezeigt.

Ehrengäste

Neben der Hannelore-Elsner-Preisträgerin Luna Wedler sind auch der Regisseur Christian Petzold, die österreichische Kostümbildnerin Monika Buttinger und der Münchner Regisseur Marcus H. Rosenmüller als Ehrengäste geladen.

Gastländer

Das FSFF widmet sich im Rahmen seines Festivalprogramms regelmäßig bestimmten Gastländern, um deren Kultur, Gesellschaft und Natur durch spezielle Filmreihen und offizielle Empfänge zu präsentieren. Die Gastländer in diesem Jubiläumsjahr sind Japan und Taiwan.

Der FFF Bayern wünscht dem gesamten Festivalteam um Festivalleiter Matthias Helwig sowie allen Filmteams ein erfolgreiches Festival.

Alle weiteren Informationen zum Programm und den Tickets finden Sie hier.