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30 Jahre FFF Bayern

Screenshot aus Trailer zu 30 Jahres FFF Bayern

Drei Jahrzehnte voller Geschichten, Kreativität und erfolgreicher Kinomomente!

Die FilmFernsehFonds Bayern GmbH wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Sie finden auf dieser Seite eine interaktive Chronik mit den wichtigsten Meilensteinen der Geschichte des FFF Bayern, einen Trailer mit Ausschnitten aus ausgewählten geförderten Filmen, die das Spektrum und die Vielfalt der Projekte sichtbar machen. Ein Fact Sheet mit Zahlen, Daten und Statistiken wirft einen klaren Blick auf die Wirkung und Reichweite von 30 Jahren Förderarbeit. Ein Highlight sind die Videogrußbotschaften aus der Branche: Stimmen aus Film, Fernsehen und Medien, gesammelt aus Social Media und hier gebündelt für alle zugänglich, die nicht auf den Plattformen unterwegs sind.

15 Fragen, 15 Antworten – ganz ohne Worte!

Diese Fotostrecke wird fortlaufend ergänzt.

(c) Lars Nitsch

Grußbotschaften zum Jubiläum

400 Millionen Kinotickets, 1 Milliarde Euro Förderung: FFF Bayern zieht 30-Jahres-Bilanz

Drei Jahrzehnte Förderung für einen dynamischen und engagierten Film- und Medienstandort: In diesem Jahr begeht der FFF Bayern seinen 30. Geburtstag. Mit mehr als 1 Mrd. Euro hat der FFF Bayern Projekte in den Bereichen Kinofilm und TV, Games, XR, Filmfestivals und Standortinititiven empfohlen und so mit der unverzichtbaren Unterstützung seiner Gesellschafter Freistaat Bayern, Bayerischer Rundfunk, ZDF, Seven.One Entertainment Group, RTL und Bayerische Landeszentrale für Neue Medien die Entwicklung der bayerischen Film- und Medienlandschaft ermöglicht.

Rund 400 Millionen Tickets sind bisher für FFF-geförderte Kinofilme verkauft worden. In 23 der letzten 30 Jahre standen FFF-geförderte Filme auf Platz 1 der deutschen Kinocharts. Allein in den letzten beiden Jahren sind sämtliche deutsche Kinohits wie Das Kanu des Manitu, Die Schule der magischen Tiere 3 und 4, Wunderschöner, Extrawurst und Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke FFF-gefördert. Mit Quiero Ser, Der Pianist, Nirgendwo in Afrika und Das Leben der Anderen sind Oscar-gekrönte Produktionen im Portfolio der FFF-Förderung, zahlreiche Nominierungen kommen dazu wie Toni Erdmann, Die Geschichte des weinenden Kamels, Der Baader Meinhof Komplex und zuletzt die Oscar-Nominierung für September 5.

TV-Meilensteine wie Die Manns, Unsere Mütter, unsere Väter, Dark, Der Pass 1-3 und zuletzt Herrhausen unterstützte der FFF Bayern im Rahmen der Förderschiene Fernsehfilm und -serie bzw. Line Producer-Förderung. Mit dem internationalen Programm brachte der FFF Bayern mit seiner Film Commission die Projekte Big Game, Snowden, The Happy Prince, Nine Perfect Strangers – Season 2, The Weight, Cliffhanger 2, The Uprising und Left Seat nach Bayern. Im Jubiläumsjahr gewann die FFF-geförderte bayerische Produktion Gelbe Briefe den Goldenen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin, der FFF-geförderte Kinofilm Gentle Monster lief im Wettbewerb des Festival de Cannes.

Viele Regisseur*innen unterstützte der FFF Bayern mit seiner Talentförderung bei ihren Abschlussfilmen und Debüts, so etwa Caroline Link, Hans-Christian Schmid, Maren Ade, Tim Fehlbaum, Uisenma Borchu, Eva Trobisch, Florian Henckel von Donnersmarck, Katja von Garnier, Simon Verhoeven, Julian Rosefeldt, Boris Kunz, Vanessa Jopp, Christoph Hochhäusler, Narges Kalhor, Marcus H. Rosenmüller, Lars Kraume, Sonja Heiss, Pia Strietmann, Oliver Haffner, Merle Grimme, Dennis Gansel, Frauke Finsterwalder, Mariko Minoguchi, Byambasuren Davaa, Isa Willinger, Yulia Lokshina, Marc Rothemund, Florian David Fitz und viele mehr. Nicht wenige der unterstützten Erstlingswerke wurden Kultfilme wie Der Wald vor lauter Bäumen, Bandits, Finsterworld, Bang Boom Bang, Hell, Vincent will Meer, Jenseits der Stille, Mädchen, Mädchen und 23.

Bayern gehört zu den gefragtesten Drehorten: 1989 wurde die erste Film Commission Deutschlands hier gegründet, 1997 wurde diese fest in die Service-Struktur des FFF Bayern integriert. Mit der Einführung des internationalen Förderprogramms und der wachsenden Bedeutung Bayerns als Filmstandort haben sich auch Aufgaben und Reichweite der Film Commission regional wie international über die Jahre kontinuierlich erweitert. Erst im letzten Jahr stockte der FFF Bayern die Film Commission von drei auf fünf Kräfte auf, um den Bedarf der relevanten Zielgruppen nach mehr Service zu decken.

Gab es im Gründungsjahr 1996 lediglich Kino und TV, so unterstützt der FFF Bayern heute darüber hinaus serielle Formate und Filmfestivals und seit 2009 Games sowie seit 2020 Extended Realities (XR).

Fact Sheet

FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein: “Bayern hat über Jahrzehnte Förderkultur aufgebaut, die lokale Geschichten ebenso filmisch umsetzt wie spannende Themen, die überall verortet sein können. Hier entstehen Filme und Serien, die ein bayerisches Publikum ansprechen, aber auch international Beachtung finden. Wichtig ist und war mir stets, qualifizierte Fachleute bei uns zu haben, die mit fundierter Beratung Qualität sichern. Gemeinsam stehen wir für eine solide finanzielle Ausstattung der Projekte und für eine große Bandbreite. Der Weg, einerseits künstlerische Handschriften und Vielfalt zu fördern, andererseits auch ein großes Publikum anzusprechen, hat sich bewährt.”

Bayerns Medienminister Dr. Florian Herrmann, MdL: „Seit drei Jahrzehnten ist der FFF Bayern Motor und Erfolgsgarant der bayerischen Film- und Medienwirtschaft – ein Modell, das bundesweit Maßstäbe setzt. Mit sicherem Gespür für Talente, große Geschichten und neue Technologien prägt er den Standort nachhaltig. Mein Dank gilt allen Gesellschaftern für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie Dorothee Erpenstein und dem gesamten Team des FFF Bayern für die hervorragende Arbeit. Der bayerische Königsweg zeigt: Wenn Staat und Branche gemeinsam handeln, entsteht echte Schlagkraft. Wir ziehen an einem Strang und stehen fest und verlässlich an der Seite der Filmwirtschaft, mit klarem Anspruch auf Spitzenqualität.“

Dr. Katja Wildermuth, Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR): „Filme und Serien schaffen Verbindungen: Sie bringen Menschen zusammen, eröffnen neue Perspektiven und regen zum Austausch an. Seit 30 Jahren setzt sich der FFF Bayern dafür ein, dass solche Geschichten entstehen und ihr Publikum finden. Dieses Engagement verbindet den FFF Bayern und den Bayerischen Rundfunk. Gemeinsam fördern wir Kreative, Talente und innovative Formate und stärken damit Bayern als einen der führenden Film- und Medienstandorte in Deutschland. Der Bayerische Rundfunk gratuliert herzlich zum 30. Jubiläum und freut sich auf viele weitere gemeinsame Projekte und Erfolge.“

Dr. Norbert Himmler, Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF): „30 Jahre FilmFernsehFonds Bayern stehen für eine erfolgreiche Entwicklung der Förderung von Kreativität, Qualität und Innovation. Als Gesellschafter hat das ZDF diesen Weg seit 1997 begleitet und sich gemeinsam mit starken Partnern für herausragende Inhalte, neue Talente und eine leistungsfähige Film‑ und Fernsehbranche engagiert. In diesem Jahr wurde die vom FilmFernsehFonds geförderte ZDF/ARTE-Koproduktion Gelbe Briefe bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Auch dies ist für uns Ansporn und Bestätigung, weiterhin gemeinsam innovative Stoffe umzusetzen und die Vielfalt audiovisueller Erzählformen zu stärken.“

Henrik Pabst, Content-Chef der ProSiebenSat.1-Gruppe: „Herzlichen Glückwunsch zum 30. Geburtstag. Seit 1996 ist der FFF Bayern eine verlässliche Stütze für uns und unsere Produktionspartner*innen. Der FFF Bayern fördert, stützt und inspiriert die gesamte Spannbreite audiovisueller Inhalte – vom Kinofilm bis zur Eventserie. Dabei beweist der FFF Bayern damals wie heute einen guten Blick für besondere und einzigartige Stoffe und Talente. Diese Arbeit ist gut und enorm wichtig für den Medienstandort Bayern. ProSiebenSat.1 freut sich auf viele weitere Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit und sagt: Herzlichen Glückwunsch zum runden Geburtstag.”

Inga Leschek, Chief Content Officer RTL Deutschland: “30 Jahre FFF Bayern stehen für 30 Jahre Förderung von Kreativität, Talenten und packenden Geschichten. RTL Deutschland begleitet diesen Weg seit der Gründung als Gesellschafter – und darauf sind wir stolz. Der FFF Bayern schafft die Voraussetzungen dafür, dass spannende Ideen entstehen, Talente wachsen und hochwertige Produktionen realisiert werden können. Gerade in Zeiten großer Veränderungen für die Medienbranche sind starke Partner wie der FFF Bayern wichtiger denn je. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum – und vielen Dank für drei Jahrzehnte Engagement für Inhalte, die Menschen bewegen.”

Dr. Thorsten Schmiege, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM): „30 Jahre FFF Bayern stehen für starke Partnerschaften, kreative Vielfalt und einen Medienstandort Bayern, der Heimatverbundenheit und internationale Strahlkraft zusammenbringt. Vom Film über Serien und Games bis hin zu XR zeigt der FFF, wie Förderung Zukunft möglich macht. Gerade in Zeiten tiefgreifender Transformation braucht es solche verlässlichen Impulsgeber. Herzlichen Glückwunsch zu 30 Jahren FFF Bayern!“

Chronik mit den wichtigsten Meilensteinen der Geschichte des FFF Bayern

1996 bis heute

Ab 1945 Bürgschaften des Freistaats für deutsche Filme. // Anfang der 60er Jahre Das Fernsehen macht dem Film zu schaffen. // 1968 Gründung der Filmförderanstalt (FFA) auf Bundesebene. Im folgenden Jahrzehnt ziehen die Bundesländer mit eigenen Subventionsangeboten nach. // 1979 – 1987 Erstes Förderprogramm in Bayern. In den acht Jahren werden 159 Projekte mit 100 Millionen Mark unterstützt. Ab 1986 finden sich die kulturelle und wirtschaftliche Förderung im Wissenschaftsministerium zusammengelegt. // 1988 – 1995 Neues Medienförderprogramm mit einem jährlichen Fördervolumen von 20 Millionen Mark. Ab 1991 wird auch das Fernsehen unterstützt und die Privatsender werden mit einbezogen. Öffentlichrechtliche und private Sender zahlen noch in getrennte Töpfe ein.

Gründung der FilmFernsehFonds Bayern GmbH. In dieser Gesellschaft hat der Freistaat zunächst 57, der Bayerische Rundfunk (BR) 12, die Bayerische

Landesmedienanstalt (BLM) 8 Prozent sowie Pro7, die Kirch Gruppe und die Landesbank für Aufbaufinanzierung (LfA) je 6%. RTL2 und TM3 sind mit

insgesamt 3% vertreten. Ziel ist, die Leistungsfähigkeit der bayerischen Produzentenlandschaft zu stärken. Zudem erhofft man sich, die Qualität zu erhöhen. // Erster Geschäftsführer wird Herbert Huber, erster Aufsichtratsvorsitzender Hans Zehetmair in seiner Funktion als Kultusminister. Während letzterer nur kontrolliert, steht Huber in seiner Funktion dem entscheidenden,15-köpfigen Vergabeausschuss vor. // Der Fonds vergibt 50 Millionen Mark Fördergelder. // Zweite wichtige Einrichtung des FFF ist die seit 1989 bestehende Film Commision Bayern, die nationale und internationale Produktionen bei den Dreharbeiten unterstützt. // Zur Gründungsmannschaft des FFF gehören Bettina Paintner, Michaela Haberlander, Anja Metzger, Eckhart Schmidt und als Berater Gabriele Pfennigsdorf und Nikolaus Prediger. // Die Media Antenne München wird 100%ige Tochter. // Die Geschäftsstelle zieht vom Filmzentrum in die Schwanthalerstra e 69 um. // Zu den Filmen, die im ersten FFF-Jahr gefördert werden, gehören Aimee und Jaguar (1 Mio. DM) sowie Comedian Harmonists (1,9 Mio. DM).

Das ZDF übernimmt die Anteile der LfA. Sie bleibt aber als Dienstleister erhalten. // RTL wird mit 4% Gesellschafter. // Die erste eigene Website geht

online. // Informationsbüro und Location Büro werden eigene Abteilungen des FFF. // Nikolaus Prediger übernimmt den Förderbereich Produktion Kinofilm; Lothar Just und Birgit Bähr die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. // Einführung des Instrumentariums Erfolgsdarlehen: Rückflüsse eines erfolgreichen Films kommen dem Nachfolgeprojekt zugute. // Knapp 15 Millionen Menschen besuchen FFF-geförderte Filme.

Oscar-Nominierung für Jenseits der Stille. // Movies „Made in Bavaria“ auf

den Filmfestivals in Hongkong und Krakau. // Erstes Eisstock-Turnier des FFF.

Die Zuständigkeit für den FFF wechselt in die Staatskanzlei. Erwin Huber wird AR-Vorsitzender. Er bleibt es bis Ende 2006 und ist damit der bislang

am längsten Amtierende. // Aimee und Jaguar eröffnet die Berlinale. // Förderpreise des FFF beim Dokumentarfilmfestival München und den Regensburger Kurzfilmtagen. // Gründung des Bayerischen Bankenfonds als ergänzendes Finanzierungsinstrument mit Beteiligung von HypoVereinsbank, Reuschel, LfA, Bayerische Landesbank.

Bayerische Filmwochen in mehreren Ländern Osteuropas. // Quiero Ser gewinnt den Studenten-Oscar. // Vergiss Amerika gewinnt den Regie- Förderpreis der HypoVereinsbank auf dem Filmfest München.

Herbert Huber geht in den Ruhestand, der bisherige Stellvertreter Klaus Schaefer steigt zum Chef auf. // Einzug in die Sonnenstraße 21. // FFF präsentiert neue deutsche Filme in Shanghai, Moskau, Kairo und Krakau. // 1,4 Millionen Menschen besuchen in der ersten Kinowoche Der Schuh des Manitu; insgesamt werden es fast 12 Millionen. Er geh rt mit Otto – der Film (1985) zu den beiden erfolgreichsten deutschsprachigen Filmen aller Zeiten. // Unter den neun Besuchermillionären des deutschsprachigen Films befinden sich sieben vom FFF geförderte.

Der vom FFF geförderte Kinofilm Der Pianist gewinnt in Cannes die Goldene Palme. // Die Manns gewinnen den Emmy. // Location Pilotprojekt mit Garmisch. Es bildet die Grundlage für das Location Netzwerk Bayern.

Nirgendwo in Afrika gewinnt den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film. // Bayerische Filmwochen in Bangalore, St. Petersburg, Montreal, Sofia. // Erstes Abkommen zwischen der Regionalförderung für Quebec und dem FFF. // Neue GF für Media Antenne München, die bayerische Antragsteller berät, wenn sie vom MEDIA-Programm der EU unterstützt werden wollen: Auf Carola Zimmerer folgt Ingeborg Degener.

Abteilung gotoBavaria, für Medienthemen zuständig, kommt zum FFF. // Das Leben der Anderen wird ausnahmsweise als Abschlussfilm mit der hohen Summe von 300.000 Euro gefördert. // (T)Raumschiff Surprise besuchen über neun Millionen Menschen.

10 Jahre FFF: 4.000 Anträge wurden bearbeitet, 1.500 gefördert, 300 Millionen Euro ausgeschüttet, die einen Bayerneffekt in der Größenordnung von 750 Millionen Euro hatten. // Der Untergang und Die Geschichte vom weinenden Kamel werden für den Oscar nominiert. // Sophie Scholl – Die letzten Tage gewinnt den Silbernen Bären. // Ausstellung des FFF zu 38 Jahren Hofer Filmtage. // Fünf Jahre BBF: 10,2 Millionen für 30 Kinofilme. // Erstmalige Verleihung des Förderpreises Filmjournalismus beim Münchner Filmfest.

Tele München verlässt den Kreis der Gesellschafter. Trotzdem bleiben die Mittel mit 23,5 Millionen Euro auf gleichem Niveau – dank der Rückzahlungen

aus erfolgreichen Filmen. // In den Top Ten der erfolgreichsten Kinofilme sind acht vom FFF gefördert. Sieben überspringen die Millionengrenze, Das Parfum sehen fünfeinhalb Millionen Menschen. // Abteilung gotoBavaria kommt zur Bayern Invest GmbH, die dem Wirtschaftsministerium unterstellt ist. // Neuer Aufgabenbereich Management des Cluster audiovisuelle Medien unter der Leitung von Barbara Schardt. // Sophie Scholl und Das Leben der Anderen werden für den Oscar nominiert.

Eberhard Sinner löst Erwin Huber als Chef der Staatskanzlei und damit als AR-Vorsitzender des FFF ab. // Nach den rückläufigen bis stagnierenden

Vorjahren erreicht die Filmförderung wieder ein deutliches Plus. // Erstes Jahr des DFFF mit einem Fördervolumen von 60 Millionen Euro. // Das Cluster

Audiovisuelle Medien organisiert 40 Veranstaltungen, die 2.500 Menschen besuchen – davon 170 die Podiumsdiskussion an der LMU München

zu „Games-Markt Deutschland: Zwischen Euphorie und Ablehnung“. // Das Leben der Anderen gewinnt den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Regierungsumbildung im Freistaat: Der neue Staatskanzlei-Chef Siegfried Schneider übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz. // Neun der elf deutschsprachigen Filme, die Millionen in die Kinos locken, wurden vom FFF gefördert. Insgesamt lag der Besucheranteil der deutschen Produktionen bei 26 Prozent. // Location-Touren in die Allgäuer Berge und den Bayerischen Wald.

Die Finanzkrise treibt die Menschen in die Kinos. 23 Millionen Menschen besuchen vom FFF geförderte Filme. Die Branche erlebt einen Zuwachs um

ein Viertel gegnüber dem Vorjahr. // Juni: Beginn der Games-Förderung. Ziel ist es, Konzeption, die Herstellung von Prototypen sowie die Produktion

zu unterstützen. Das zur Verfügung stehende Jahres-Budget liegt bei knapp 500.000 Euro. Der Vergabeausschuss tagt zweimal im Jahr. // Als erstes Land

fördert Bayern die Kinos bei ihrer Umstellung auf digitale Technik. // Der Baader Meinhof Komplex wird für den Oscar nominiert. // Alle Anderen erhält zwei Silberne Bären.

Der Kinobesuch geht deutlich zurück. U.a. die Fu ball-WM macht der Branche zu schaffen. // Dafür ist Bayern als Drehort gefragt. 42 Filme, 177 TV-Produktionen: Gegenüber 2009 ist das eine Steigerung um 50%. Allein München erteilt 710 Drehgenehmigungen. // Das Cluster audiovisuelle Medien setzt bei seinen Veranstaltungen die Schwerpunkte 3D und Gamesentwicklung. // Den ersten europäischen computeranimierten 3D-Film, Konferenz der Tiere, besuchen 1,4 Millionen Zuschauer. // Games-Standortbroschüre „Enter the Game“ zusammen mit der Staatskanzlei.

Siegfried Schneider wird Präsident der BLM. Sein Nachfolger als Chef der Staatskanzlei und Bayerischer Medienminister wird Marcel Huber, acht Monate später folgt ihm Thomas Kreuzer. // Die Kinos erhalten wieder mehr Zuschauerzuspruch. Der Marktanteil des deutschsprachigen Films klettert über ein Fünftel. Weitere 3D-Filme belegen den Anschluss ans internationale Niveau. // Der Fernsehfilm erhält fast 50% mehr Zuwendung. // Erstes vom FFF geförderte Game ist auf dem Markt: Physikus/HD2 // Neuer Rekord für den Filmstandort Bayern mit über 3.500 Drehtagen. // Der Bayerneffekt erreicht bei der Verleihförderung 600%. // Ungebrochen hohe Nachfrage bei der Digitalisierung der Kinos le. // Der Neubau der HFF in München wird eröffnet. // Die Arbeit des Cluster audiovisuelle Medien soll als Mediennetzwerk Bayern direkt von der Staatskanzlei übernommen werden.

Erster Workshop „Update Games“ am Standort Bayern. // Der Kurzfilm Silent River gewinnt insgesamt 75 Auszeichnungen und ist damit der meist prämierte Film des Jahres. // Der deutsche Kinomarkt macht erstmals über eine Milliarde Euro Umsatz. // Türkisch für Anfänger erreicht 2,3 Millionen

Zuschauer. // Die TV-Produktion Die Rache der Wanderhure ist der erfolgreichste Fernsehfilm des Jahres und hat bei der Erstausstrahlung einen Marktanteil von über 25 Prozent.

Fack ju Göhte ist der bestbesuchte Kinofilm des Jahres. Insgesamt werden es über 7 Millionen. // Erfolgreiche TV-Produktionen: Das Adlon; Unsere Mütter, unsere Väter; Operation Zucker. // Im Rahmen des Sonderprogramms Internationale Filmproduktionen fließen erstmals Fördergelder: 1 Millionen

Euro an Big Game. // Word Wonders als bestes Mobiles Spiel beim Deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet. // Neue Regierung, neue Zuständigkeit,

neue AR-Vorsitzende: Ilse Aigner folgt auf Marcel Huber.

Studenten-Oscar für Nocebo // Emmy für Unsere Mütter, unsere Väter. // Digitalisierungsprogramm abgeschlossen: Bayern ist das erste Bundesland mit kompletter Digitalisierung der Kinos. // Der Marktanteil der deutschsprachigen Produktionen klettert wieder auf ein Viertel. // Gründung der Initiative Filmkulisse Bayern, die prominent auf der ITB präsentiert wird. Schirmherrschaft übernimmt Veronica Ferres. // Mehrere Auszeichnungen für das Spiel The last Tinker: City of Colors. // 100. Sitzung des Vergabeausschusses im Dezember. 26 Projekte erhalten 3,8 Millionen Euro. // 5 Jahre Games-Förderung: Der Etat wird einmalig auf 815.000 Euro angehoben.

Neue Richtlinien für Film- und Fernsehförderung erweitern den Handlungsspielraum des Vergabeausschusses und passen sich an EU-Recht an. // Das Spiel The last Tinker: City of Colors erhält den deutschen Computerspielpreis. // Einrichtung eines Portals für die digitale Einreichung. // Freistaat Bayern hebt Fördermittel an. // Die Förderung von VFX-Produzenten im Rahmen des Sonderprogramms Internationale Koproduktionen wird eingeführt. // Oliver Stone dreht seinen Kinofilm Snowden in Bayern. // Filmkulisse Bayern zeichnet Nürnberg als Drehort des Jahres aus. // Erhöhung der Filmtheater-Programmprämien: 60 Kinos in Bayern erhalten Auszeichnungen von insgesamt 360.000 Euro. Mit 1,2 Mrd. Euro Umsatz haben die Kinos in Deutschland einen neuen Rekord erzielt. Der deutsche Marktanteil von 27,5% ist der höchste seit Erfassung der Besucherzahlen.

FFF-Gründungsgeschäftsführer Herbert Huber stirbt. Er hat von 1996 bis 2001 amtiert. Seine Filmpolitik war wegweisend für die Förderung im ganzen Land. // FFF übernimmt vom Wirtschaftsministerium die Förderung von Festivals. // Film-Commission-Vorsitzende Anja Metzger eröffnet mit Vortrag zur Kombinationsfähigkeit von Förderungen die „Local & Global Finance Show“ in Los Angeles. // FFF fördert Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer als internationale Koproduktion mit 1,8 Millionen Euro im Rahmen des Sonderprogramms Internationale Koproduktionen und Visual Effects (VFX). // Großer Festakt zum zwanzigjährigen Bestehen im Carl-Orff-Saal des Gasteigs in München. Höhepunkt: Geschäftsführer Klaus Schaefer tritt als Cellist der Filmfoniker auf, die Soundtracks geförderter FFF-Produktionen und aus einem Game spielen. // FFF fördert ein Writers Room Lab in München mit dem Ziel, eine starke Autorengeneration auszubilden. Es sollen Serien entstehen, die auf dem Markt Bestand haben. // Toni Erdmann, bisheriges Meisterwerk der HFF-Absolventin Maren Ade und vom FFF gefördert, eilt von Erfolg zu Erfolg: Cannes Publikumspreis, internationaler Kritikerpreis, europäischer Filmpreis, Oscarkandidat. // Zwei Millionen Menschen sehen Willkommen bei den Hartmanns. // Junge Produzenten aus Österreich, der Schweiz, Südtirol und Bayern treffen sich beim Alpendating im Rahmen des vierten Kitzbühler Filmefstivals. Der FFF unterstützt von bayerischer Seite. Ein starkes Netzwerk soll entstehen. 16 Teilnehmer sind es zum Start. // Studenten-Oscar für HFF-Produktion: Axel Schaad gewinnt Gold mit Invention of Trust. // Hofer Filmtage eröffnen zum 50.mal – erstmals ohne Gründer Heinz Badewitz (1941-2016). Sechs FFF-geförderte Filme sind am Start. // Drehort des Jahres: Tegernsee-Schliersee. //

Um 400 Prozent legt die Games-Förderung bis 2018 zu. So stark unterstützt sonst keine Förderung in Deutschland die digitale Spielebranche. // Insgesamt werden fast 40 Millionen Euro ausgegeben – die mit Abstand höchste Summe in 22 Jahren FFF-Geschichte. // Nach elf Monaten zahlt der Produzent von Willkommen bei den Hartmanns die Förderung zurück – auch jahrgangsübergreifend sind die Hartmanns der besucherstärkste Film (2016 / 17: 3,5 Millionen). // Der Kurzfilmwettbewerb Bayern 2030 zum 200-jährigen Bestehen der bayerischen Verfassung und zum Hundertjährigen des Freistaates liegt in FFF-Händen. Geldgeber ist das Wirtschaftsministerium. // Toni Erdmann erhält in Hollywood trotz starker und prominenter Delegation vor Ort keinen Oscar, bekommt zwei Monate später sechs Lolas beim Deutschen Filmpreis zugesprochen. // 24 Stunden Bayern läuft im BR. Die Projektentwicklung hat der FFF unterstützt. // FFF fördert internationale Highend-Serien. Sie müssen in Bayern gedreht und koproduziert sein. // Eine Delegation von CTC Media aus Russland besucht den FFF und informiert sich. CTC ist die größte nichtstaatliche TV-Holding in Russland. // Die EU-Kommission billigt die bayerische Richtlinie zur Games-Förderung und befreit sie von der de-minimis-Regelung, also davon, eine Förderung auf Widerruf zu sein. // Münchner Erklärung der deutschen Filmförderungen zum Grünen Drehen. Mögliche Mehrkosten, die bei nachhaltig und umweltbewusst erzeugten Produktionen entstehen, werden förderrechtlich mitgetragen. // Schwabinger Kindergarten-Doku Betrug eröffnet DOK Leipzig. // Fack Yu Göthe 3 kommt in die Kinos und wird insgesamt 6,1 Millionen Besucher anlocken. // Drehort des Jahres: Regensburg. //

Doppelwechsel an der Spitze. Klaus Schaefer setzt sich nach 22 Jahren FFF-Führung – 5 Jahre als Stellvertreter Herbert Hubers, 17 Jahre als Chef – zur Ruhe. Carolin Kerschbaumer folgt zunächst, wird nach Ministerpräsidenten-Wechsel Seehofer / Söder schon bald an höherer Stelle benötigt. Dorothee Erpenstein folgt. Sie kennt das Metier, weil sie sechs Jahre dem Referat Wirtschaft und Medien in der Staatskanzlei vorgestanden hat. Auch die Aufsichtsratschefs wechseln zweimal: Georg Eisenreich löst Ilse Aigner ab. Zum Ende des Jahres heißt die neue AR-Chefin Judith Gerlach, nachdem die Ministeriumskompetenzen geändert wurden und ein Digitalministerium geschaffen wurde, das nun für den FFF zuständig ist. // Eine Writers Delegation besucht South by Southwest in Austin, Texas. Die Messe ist ein sehr bedeutender Treffpunkt, den Kreative aus Film, Musik und Neue Medien zum branchenübergreifenden Austausch nutzen. // FFF lädt erstmals zum Empfang in Herrsching beim Fünf-Seen-Festival ein. Schwerpunkt: Drehbuch. // Grünes Drehen wird institutionalisiert – die Bayerischen Akademie für Fernsehen und digitale Medien richtet ein Grundlagenseminar für 25 Teilnehmer ein; die HFF einen Pflichtworkshop für alle Studierenden über vier Tage. In der FFF-geförderten Serie Der Pass wurde Grünes Drehen beispielsweise schon 2017 umgesetzt. // Fünf FFF geförderte deutsche Produktionen gehören zu den Besuchermillionären: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Die kleine Hexe, Dieses bescheuerte Herz, Der Vorname und der Eberhofer-Krimi Sauerkrautkoma, der überwiegend in bayerischen Kinos lief. // Drehort des Jahres: Berchtesgadener Land. //

Es gibt eine neue FFF-Förderrichtlinie. Das Regelwerk ist jetzt sozialverträglich gestaltet, das heißt es ist in Bezug auf Gender und Arbeitsbedingungen geändert, darüber hinaus finden sich Stoffentwicklung, Serien, Internationalität, Virtual Reality (VR), Filmtheater und die Eigenmittel der Produzenten aufgenommen. Schließlich: Förderungen, die bisher auf Kinofilme beschränkt waren, öffnen sich für Serien – etwa für Dark – Season 3 (Netflix) und Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Amazon). // Anträge werden nur noch digital in der sogenannten E-Akte verwaltet. // Filmförderung erlebt mit 43,5 Millionen Euro ein „absolutes Rekordjahr“ (AR-Chefin Judith Gerlach). //Werk ohne Autor, vom FFF mit knapp einer Millionen Euro gefördert, wird ins Oscar-Rennen geschickt – zwölf Jahre nach dem Leben der Anderen, dem Erstling von HFF-Absolvent Florian Henckel von Donnersmarck. // Der Junge muss an die frische Luft von Caroline Link überspringt vier Wochen nach dem Start die Zweimillionen-Marke – am Ende sind es fast vier Millionen. // Erfolgreichster deutscher Film wird Das perfekte Geheimnis von Bora Dagtekin (Fack yu Göthe) mit insgesamt über 5 Millionen Besucher*innen. // FFF veranstaltet erstes Level-Up Film & Games, eine Konferenz für Film- und Gamesschaffende. Debattiert wurde über Schnittstellen und engere Zusammenarbeit. // Die Film Commission wird personell um 50 Prozent gestärkt – von zwei auf drei Stellen. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, Bayern zu einem attraktiven Drehstandort national wie international zu entwickeln. Das Filmbüro beim Kreisverwaltungsreferat in München geht auf Initiative der Film Commission zurück. Schließlich war sie an der Implementierung und Institutionalisierung des Grünen Drehens maßgeblich beteiligt. //

Zehn Jahre Games-Förderung in zehn Thesen: 1 Die Politik hat sich geöffnet und war zu einem Versuch bereit. Dazu beigetragen hat maßgeblich die Arbeit des Cluster audiovisuelle Medien, das als Abteilung des FFF ab 2006 in Fachveranstaltungen die Gamesbranche einbezog und sich für sie einsetzte. 2 Mit mehr Förderung entstehen mehr Spiele.

3 Die bayerische Gamesförderung demonstriert das fruchtbare Zusammenwirken verschiedener Akteure. 4 Bayern ist Vorbild für andere Regionen. 5 Der FFF hat die Spieleindustrie mit Nachbarbranchen zusammengebracht. 6 Förder- wie Vernetzungsarbeit haben geholfen, die Gamesbranche am Standort Bayern zu professionalisieren. 7 Nationale wie internationale Bewerbung der eigenen Potenziale setzt ein Zusammenrücken voraus. Bayern und der FFF zeigen sich als aufgeschlossene Partner. 8 Die Politik steht seit Anbeginn im Austausch mit der Branche und ist über die Situation, Herausforderungen und Probleme stets auf dem Laufenden und agiert konstruktiv. 9 Die Projekte Augmented Realitiy (AR) und Virtual Reality (VR) – agil, zukunftsgerichtet und visionär – haben Auswirkungen auf die allgemeine FFF-Förderung: Unterstützt werden mittlerweile in der Filmsparte immersive VR-Experiences und 360-Grad-Videos. 10 Zentrale Themen für die deutsche und bayerische Gamesindustrie bleiben ihr Ausbau sowie die Behauptung im internationalen Markt. //

Außerordentliche Aufstockung der Förderung um 1,5 Millionen Euro. Auch die Games-Förderung erhält 500 000 Euro extra. // Gabriele Pfennigsdorf, von Anfang an prägende Figur des FFF, zwei Jahrzehnte lang Referentin für Debüt- und Fernsehfilm, geht in den Ruhestand, Adina Mungenast folgt. // Ebenfalls neu im Team: Saskia Wagner als Nachfolgerin von Lisa Giehl. Sie verantwortet den Nachwuchs-, Low-Budget- und Dokumentarfilm. // FFF unterstützt die Reise von deutschen Produzenten nach China – zwei Produzentinnen in der Delegation sind aus Bayern. // Drehort des Jahres: Passau. //

Sky ist neuer Gesellschafter des FFF Bayern. In den Vorjahren hat es bereits Koproduktionen gegeben (z.B. Der Pass). Erstmals beteiligt sich damit ein Pay-TV-Sender. // Judith Erber, früher Spezialistin für Filmförderung bei der LfA-Förderbank, wird Nachfolgerin von Nikolaus Prediger und verantwortet fortan die Förderung der Produktion von Kinofilmen, von internationalen Kino-Koproduktionen und des Verleihs. // FFF fördert Roland Emmerichs Zauberflöten-Adaption The Magic Flute mit 1,6 Millionen Euro. // IHK bildet ab November 20 Filmschaffende zum Green Consultant aus – die Curriculum-Entwicklung ist mit FFF-Geldern gefördert worden. // Der Bayerische Banken Fonds (BBF) wird um fünf Jahre verlängert. Ihn gibt es als ergänzendes Finanzierungsinstrument seit 1999 / 2000. Vier Geldinstitute kooperieren: Bayerische Landesbank, LfA Förderbank Bayern, HypoVereinsbank, Bankhaus Donner & Reuschel. Das ermöglicht, bei Produktion und Verleih von Kinofilmen in Verbindung mit FFF-Fördergeldern größere Budgets am Standort Bayern zu stemmen. // Covid 19-Pandemie: Länder unterstützen die Filmbranche mit gemeinsamem Hilfsprogramm für Produktion, Verleih und Kino. Insgesamt beteiligt sich der FFF Bayern mit 4,1 Millionen Euro an drei Hilfsprogrammen. Allein für die Kinobetreiber werden 1,2 Millionen Euro Unterstützungen und 800 000 Euro Programmprämien vergeben. Die Förderung der Festivals wurde jeweils angepasst. // FFF erweitert sein Förderportfolio auf XR-Produktionen, also Extended Reality. 450 000 Euro werden jährlich aus dem Haushalt der Digitalministerin ausgelobt. Die Bezeichnung XR umfasst Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) sowie auf Interaktionen angelegte Vorhaben und immersive Soundkonzepte. Zu den ersten zehn geförderten Projekten gehört Das Oktoberfest als Phantom von Philip Gröning – 2005 bekannt geworden durch „Die große Stille“, den Dreistundendokumentarfilm über ein Kartäuserkloster in Frankreich. Gröning durfte sein Projekt in der Villa Stuck in München während der geplanten Wiesn-Zeit ausstellen. Eröffnung war um 12 Uhr zum normalen Zeitpunkt des Wiesn-Anstichs. Ein weiterer Trost für den Phantom-Schmerz: Der FFF-geförderte Sechsteiler Oktoberfest 1900 hat Premiere im Ersten. // Die TV-Leitlinie wird angepasst. Sie hat der FFF 2002 eingeführt und soll Vertragsverhandlungen erleichtern. // Zwei Gamesprojekte – Realms at War und Stable Girl – erhalten jeweils die Höchstfördersumme von 500 000 Euro. Release feiert ein Spiel, mit dem man Japanisch lernen kann. // Der Pandemie zum Trotz bleibt die Zahl der Drehtage bei knapp 4000 stabil. // Der Bayern-Effekt erreicht im Sektor Internationale Koproduktion, der auch Serien einschließt, ein Allzeithoch von 1210 Prozent. //

Das 25-jährige Jubiläumsjahr des FFF Bayern ist vom zweiten Jahr der Corona-Pandemie geprägt. Durch den zweiten Lockdown bleiben die Kinos die ersten sechs Monate des Jahres geschlossen. Mit der FFF-geförderten Komödie Weißbier im Blut werden die Kinos im Sommer wiedereröffnet. // Der FFF-geförderte Film Kaiserschmarrndrama eröffnet das Filmfest München, das unter strengen Auflagen stattfindet. // Im Rahmen des Filmfests lädt der FFF Bayern zum Presse Lunch in Schanigärten ein. Anstelle eines großen Empfangs lädt er 100 Produzent*innen und ihre Teams, deren FFF-geförderte Projekte beim Filmfest München laufen, zu einer kleineren Runde ein. // Wie im Vorjahr steht der FFF Bayern den Medienschaffenden zur Seite und trägt mit Beratung, finanziellen Mitteln und Gesprächsformaten zur Stabilität bei. // Der FFF Bayern empfiehlt im Jahr 2021 eine Fördersumme von 33,89 Mio. Euro. // Bei den beiden besucherstärksten Filmen des Jahres Die Schule der magischen Tiere und Kaiserschmarrndrama ist der FFF-Bayern Hauptländerförderer. // Ebenfalls wieder stattfinden kann die traditionelle FFF Bergwanderung für Gameschaffende. // Um jungen Filmschaffenden die Finanzierung ihrer Filme in Zeiten der Pandemie zu erleichtern, passt der FFF Bayern die Fördermodalitäten an zwei Stellen an. // 30 neue Games-Projekte fördert der FFF Bayern. Neun geförderte Spiele feiern ihren Release 2021. Das Lernspiel Lazuli und die Wörter (funline Media) wird mit dem Pädagogischen Medienpreis 2021 ausgezeichnet. // Die Film Commission Bayern ist an der bundesweiten Nachhaltigkeitsinitiative „Keen to be green“ beteiligt, an deren virtuellen Veranstaltungen zum Thema „Grünes Drehen“ mittlerweile mehr als 1.500 Filmschaffende teilnehmen. // Die seit 2020 an der IHK Akademie München und Oberbayern angebotene zertifizierte Weiterbildung zum Green Consultant Film & TV wird mittlerweile von Filmschaffenden aus ganz Deutschland wahrgenommen. // Die am 01.01.2022 in Kraft tretende aktualisierte FFF Förderrichtlinie enthält eine verpflichtend anzugebende Selbstauskunft darüber, inwiefern das geförderte Projekt die verbindlichen Standards für ökologisch nachhaltige Film- und Fernsehproduktionen erfüllt. // 2021 wird in Bayern so viel gedreht wie selten zuvor. Insgesamt liegt die Zahl der Drehtage im gesamten Freistaat mit 4.214 um 328 Tage höher als 2020 und um 247 Tage höher als im vorpandemischen Jahr 2019, wo es bereits mit 3.967 Tagen einen Rekord gegeben hatte. //

2022 wird das Kino wieder zum großen Ereignis: FFF-geförderte Filme wie Black Panther: Wakanda Forever oder Die Schule der magischen Tiere, Guglhupfgeschwader und Der Räuber Hotzenplotz erreichen ein Millionenpublikum. // Das Fördervolumen des FFF Bayern steigt im Vergleich zum Vorjahr auf 41,15 Mio. Euro. Mit einer Gesamtsumme von 17,24 Mio. Euro fördert der FFF Bayern 32 Kinofilme in der Produktionsförderung. // Seit 1. April 2022 gilt eine neue Richtlinie für Gamesförderung, die den gewachsenen Gamesstandort in Bayern widerspiegelt. // Mit der XR-Förderrichtlinie wird die FFF XR-Förderung verstetigt. // Beim Filmfest München begrüßen als Kooperationspartner des Festivals das British Film Institute (BFI) und der FFF Bayern als Mitveranstalter bei der neu geschaffenen CineCoPro Conference eine Delegation aus Großbritannien. Dieses neue Industry-Programms bildet eine Plattform für internationale Koproduktion beim Filmfest München, die einen Austausch über die Rahmenbedingungen und die infrastrukturellen Gegebenheiten in den jeweiligen Ländern sowie Gelegenheiten zum intensiven Netzwerken ermöglicht. // Nach wie vor engagiert sich die Film Commission des FFF Bayern zusätzlich zu ihren Serviceaufgaben für Filmschaffende im Bereich Green Filming und auch bei Initiativen gegen den Fachkräftemangel. Mit dem Drehbuchcamp „Bayern ganz oben!“ organisiert sie darüber hinaus zum dritten Mal eine Inspirationsreise für Drehbuchautor*innen und kreative Produzent*innen, diesmal in Oberfranken und in der Oberpfalz. //

Den Auftakt für das Jahr 2023 bildet der FFF Empfang auf der 73. Berlinale, der zum ersten Mal seit drei Jahren wieder stattfindet und mit rund 600 Gästen auf großes Interesse stößt, sowohl bei etablierten Filmschaffenden als auch bei Newcomern. // In den deutschen Kinos sind Die Drei ??? – Erbe des Drachen, Rehragout Rendezvous und Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen erfolgreich – sie alle sind FFF-gefördert. Hinter allen drei Kinofilmen stehen bayerische Produktionsfirmen. // 2023 erhöht sich das Fördervolumen des FFF Bayern gegenüber dem Vorjahr leicht. // Der FFF Bayern führt als Antwort auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen als erste Länderförderung in Deutschland zwei neue Förderinstrumente ein: ein Gender Incentive (300.000€) und ein Praktikant*innen Incentive (500.000€). // Ebenfalls eingeführt hat der FFF Bayern die gemeinsamen ökologischen Standards der Bundes- und Länderförderungen. Sie gelten für alle Produktionsstadien und für diejenigen Produktionsphasen, die in Deutschland realisiert werden. // Kräftig aufgestockt werden die Mittel für die Investitionszuschüsse. Durch die vom Freistaat Bayern zusätzlich bereitgestellten Mittel kann der FFF Bayern 78 Kinos in einer Gesamthöhe von 835.000 Euro auszeichnen – fast doppelt so viel wie in den Jahren vor der Pandemie. // Die Film Commission des FFF Bayern veranstaltet mit Kooperationspartnern und Branchenprofis den ersten Film Academy Day, Austragungsort ist die Bavaria Filmstadt. // Mit rund 522.000 Euro unterstützt der FFF Bayern 16 neue Extended Realities (XR)-Projekte. Sechs Mal unterstützt der FFF Bayern die aufwändigen Präsentationen von geförderten Experiences bei Festivals und auf Messen. // Aesir Interactive zahlt nach erfolgreicher Auswertung von „Polizei Simulator“ die vollständigen Fördermittel in Höhe von 620.000 Euro an den FFF Bayern zurück – die höchste Rückzahlung einer Gamesförderung in Deutschland. // Dr. Florian Herrmann, neuer FFF Aufsichtsratsvorsitzender, empfängt mit Dorothee Erpenstein im Staatsministerium für Digitales Entwickler*innen aus Bayern und überreicht die Förderzusage persönlich. // Förderreferentin Michaela Haberlander verabschiedet sich nach 27,5 Jahren beim FFF Bayern in den Ruhestand. Von nun an wirken Joannis Xenakis und Neuzugang Thorsten Suckow im FFF Gamesreferat. // Die fehlende Regelung für den rechtssicheren Umgang mit künstlicher Intelligenz prägt das Jahr 2023 und wird die Branche noch lange beschäftigen. // Nach der Landtagswahl wechselt die Zuständigkeit für die Filmförderung und XR-Förderung an die Bayerische Staatskanzlei, neuer Aufsichtsratsvorsitzender wird Staatskanzlei-Chef und Medienminister Dr. Florian Herrmann. Die Gamesförderung verbleibt beim Bayerischen Staatsministerium für Digitales, das von Staatsminister Dr. Fabian Mehring geleitet wird.

Der FFF Bayern lässt 43 Mio. Euro in die verschiedenen Förderbereiche einfließen. Die Fördersumme liegt damit um ca. 690.000 Euro über dem Vorjahr. Ein beträchtlicher Teil der ausgereichten Mittel speist sich aus abgerufenen Erfolgsdarlehen. // Höher als im Vorjahr fallen die Fördersummen für die Bereiche Produktion Kinofilm, Extended Realities, Games, Filmfestivals, den Medienstandort und für die Phasen der Projekt- und Stoffentwicklung aus. // Mit Matthias Glasner Sterben, Francis Coppolas Megalopolis und Tim Fehlbaums September 5 sind FFF-geförderte Filme bei den drei größten A-Festivals in Europa präsent. // Im XR-Bereich gewinnt Duchampiana mehrere große Preise wie etwa den European XR Award, weitere Experiences sind für den Emmy nominiert und auch bei dem Eurimages New Lab Award erfolgreich. // Der Film Academy Day geht zum zweiten Mal mit mehr als 650 Teilnehmer*innen erfolgreich über die Bühne und bringt vielen jungen Menschen die Vielfalt der Jobs näher. Die Film Commission initiiert den Aktionstag und organisiert ihn in Kooperation mit der Bavaria Filmstadt. // Dem starken Engagement der Film Commission des FFF Bayern ist es zu verdanken, dass große internationale Produktionen wie Nine Perfect Strangers und Cliffhanger 2, sowie September 5 in Bayern gedreht werden. // Das Jahr ist geprägt von intensiven Diskussionen um die Ausgestaltung der Förderreform, den Nachwirkungen der Pandemie und Streiks in Hollywood und dem vorzeitigen Ende der Regierungskoalition im November. // Der FFF Bayern schreibt seine allgemeine Förderrichtlinie fort. Das Regelwerk wird an die gegenwärtigen Entwicklungen des Marktes angepasst – weniger Bürokratie, mehr Unterstützung für die Stoffentwicklung und eine Anhebung der Fördersumme im Bereich der Kinofilmproduktion. //

Ab 1. Januar 2025 gilt die fortgeschriebene Förderrichtlinie. // Das Jahr 2025 wird erneut ein sehr erfolgreiches Kinojahr. Alle deutschen Filme, die mehr als 1 Mio. Besucher*innen erreicht haben, sind FFF-gefördert: Das Kanu des Manitu, Die Schule der magischen Tiere 4, Wun­derschöner, Die drei ??? und der Karpatenhund sowie Der Spitzname sind die Millionäre. Pumuckl und das große Missverständnis erreicht die Million kurz nach dem Jahreswechsel. // Geförderte Arthouse-Produktionen wie September 5, Cotton Queen, Karla und Critical Condition bringen auf A-Festivals in Europa schöne Erfolge ein. // September 5 von BerghausWöbke wird in der Kategorie Best Original Screenplay für den Oscar nominiert. Damit ist nach Das Lehrerzimmer von if…Productions im Vorjahr erneut eine Münchner Produktionsfirma im Rennen. // 15 FFF-geförderte Produktionen starten im TV und im Streaming, so viele wie schon lange nicht mehr. // 2025 ist auch das Jahr, in dem der FFF Bayern die für die Filmindustrie so fundamentale Arbeit der Film Commission stärkt. Das Team wächst mit Oliver Pusch und Anja Schmidt als neue Teamverstärkung von drei auf fünf Personen an und liefert den gestiegenen Anforderungen entsprechend weiterhin den adäquaten Service. // Ethan Hawke und Russell Crowe drehen die internationale Koproduktion The Weight in Niederbayern; das sogenannte Bayerisch-Kanada dient als Kulisse für Oregon, wo die Handlung spielt. // Fünf geförderte Games feiern Release: Let Them Trade, Paper Animal RPG, The Ebbing, Once Upon A Tile und Ruffy and the Riverside. // Die FFF-geförderte XR-Experience The Clouds Are Two Thousand Meters Up gewinnt den Hauptpreis im großen internationalen Immersive-Wettbewerb in Venedig. // Der FFF empfiehlt dieses Jahr insgesamt wieder mehr als 40 Mio. Euro. // Die Stoffentwicklungsförderung ist dieses Jahr sehr stark: Auf sie entfallen mehr als 1 Mio. Euro. // Neu eingeführt wird nach Gesprächen mit Autor*innen die Treatmentförderung. // Erstmals fördert der FFF Bayern 2025 eine Initiative zur Weiterbildung zur Vertrauensperson am Set. // Der FFF Bayern fördert den QMS Award und den CineCoProAward beim Filmfest München. // Auf den FFF-geförderten Panels der Festivals in Berlin, Cannes, München, Hof und Venedig werden virulente Themen wie die Förderreform, die Zukunft des Fernsehens und die Arbeit bei Filmfestivals verhandelt. // Im Herbst empfiehlt der Sonderausschuss für Internationale Filme und Serien drei Serienprojekte, die insgesamt 140 Drehtage in Bayern planen. // Am Ende des Jahres werden die Vorbereitungen für den Umzug getroffen: Die Geschäftsstelle des FFF Bayern zieht im Februar 2026 um in die Franziskanerstr. 14. //