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30 Jahre FFF Bayern

Drei Jahrzehnte voller Geschichten, Kreativität und erfolgreicher Kinomomente!

Die FilmFernsehFonds Bayern GmbH wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Sie finden auf dieser Seite eine interaktive Chronik mit den wichtigsten Meilensteinen der Geschichte des FFF Bayern, einen Trailer mit Ausschnitten aus ausgewählten geförderten Filmen, die das Spektrum und die Vielfalt der Projekte sichtbar machen. Ein Fact Sheet mit Zahlen, Daten und Statistiken wirft einen klaren Blick auf die Wirkung und Reichweite von 30 Jahren Förderarbeit. Ein Highlight sind die Videogrußbotschaften aus der Branche: Stimmen aus Film, Fernsehen und Medien, gesammelt aus Social Media und hier gebündelt für alle zugänglich, die nicht auf den Plattformen unterwegs sind.

Chronik mit den wichtigsten Meilensteinen der Geschichte des FFF Bayern

2020

Sky ist neuer Gesellschafter des FFF Bayern. In den Vorjahren hat es bereits Koproduktionen gegeben (z.B. Der Pass). Erstmals beteiligt sich damit ein Pay-TV-Sender. // Judith Erber, früher Spezialistin für Filmförderung bei der LfA-Förderbank, wird Nachfolgerin von Nikolaus Prediger und verantwortet fortan die Förderung der Produktion von Kinofilmen, von internationalen Kino-Koproduktionen und des Verleihs. // FFF fördert Roland Emmerichs Zauberflöten-Adaption The Magic Flute mit 1,6 Millionen Euro. // IHK bildet ab November 20 Filmschaffende zum Green Consultant aus – die Curriculum-Entwicklung ist mit FFF-Geldern gefördert worden. // Der Bayerische Banken Fonds (BBF) wird um fünf Jahre verlängert. Ihn gibt es als ergänzendes Finanzierungsinstrument seit 1999 / 2000. Vier Geldinstitute kooperieren: Bayerische Landesbank, LfA Förderbank Bayern, HypoVereinsbank, Bankhaus Donner & Reuschel. Das ermöglicht, bei Produktion und Verleih von Kinofilmen in Verbindung mit FFF-Fördergeldern größere Budgets am Standort Bayern zu stemmen. // Covid 19-Pandemie: Länder unterstützen die Filmbranche mit gemeinsamem Hilfsprogramm für Produktion, Verleih und Kino. Insgesamt beteiligt sich der FFF Bayern mit 4,1 Millionen Euro an drei Hilfsprogrammen. Allein für die Kinobetreiber werden 1,2 Millionen Euro Unterstützungen und 800 000 Euro Programmprämien vergeben. Die Förderung der Festivals wurde jeweils angepasst. // FFF erweitert sein Förderportfolio auf XR-Produktionen, also Extended Reality. 450 000 Euro werden jährlich aus dem Haushalt der Digitalministerin ausgelobt. Die Bezeichnung XR umfasst Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) sowie auf Interaktionen angelegte Vorhaben und immersive Soundkonzepte. Zu den ersten zehn geförderten Projekten gehört Das Oktoberfest als Phantom von Philip Gröning – 2005 bekannt geworden durch „Die große Stille“, den Dreistundendokumentarfilm über ein Kartäuserkloster in Frankreich. Gröning durfte sein Projekt in der Villa Stuck in München während der geplanten Wiesn-Zeit ausstellen. Eröffnung war um 12 Uhr zum normalen Zeitpunkt des Wiesn-Anstichs. Ein weiterer Trost für den Phantom-Schmerz: Der FFF-geförderte Sechsteiler Oktoberfest 1900 hat Premiere im Ersten. // Die TV-Leitlinie wird angepasst. Sie hat der FFF 2002 eingeführt und soll Vertragsverhandlungen erleichtern. // Zwei Gamesprojekte – Realms at War und Stable Girl – erhalten jeweils die Höchstfördersumme von 500 000 Euro. Release feiert ein Spiel, mit dem man Japanisch lernen kann. // Der Pandemie zum Trotz bleibt die Zahl der Drehtage bei knapp 4000 stabil. Das liegt zum großen Teil am ausgefallenen Oktoberfest. // Der Bayern-Effekt erreicht im Sektor Internationale Koproduktion, der auch Serien einschließt, ein Allzeithoch von 1210 Prozent. //

2019

Es gibt eine neue FFF-Förderrichtlinie. Das Regelwerk ist jetzt sozialverträglich gestaltet, das heißt es ist in Bezug auf Gender und Arbeitsbedingungen geändert, darüber hinaus finden sich Stoffentwicklung, Serien, Internationalität, Virtual Reality (VR), Filmtheater und die Eigenmittel der Produzenten aufgenommen. Schließlich: Förderungen, die bisher auf Kinofilme beschränkt waren, öffnen sich für Serien – etwa für Dark – Season 3 (Netflix) und Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Amazon). // Anträge werden nur noch digital in der sogenannten E-Akte verwaltet. // Filmförderung erlebt mit 43,5 Millionen Euro ein „absolutes Rekordjahr“ (AR-Chefin Judith Gerlach). //Werk ohne Autor, vom FFF mit knapp einer Millionen Euro gefördert, wird ins Oscar-Rennen geschickt – zwölf Jahre nach dem Leben der Anderen, dem Erstling von HFF-Absolvent Florian Henckel von Donnersmarck. // Der Junge muss an die frische Luft von Caroline Link überspringt vier Wochen nach dem Start die Zweimillionen-Marke – am Ende sind es fast vier Millionen. // Erfolgreichster deutscher Film wird Das perfekte Geheimnis von Bora Dagtekin (Fack yu Göthe) mit insgesamt über 5 Millionen Besucher*innen. // FFF veranstaltet erstes Level-Up Film & Games, eine Konferenz für Film- und Gamesschaffende. Debattiert wurde über Schnittstellen und engere Zusammenarbeit. // Die Film Commission wird personell um 50 Prozent gestärkt – von zwei auf drei Stellen. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, Bayern zu einem attraktiven Drehstandort national wie international zu entwickeln. Das Filmbüro beim Kreisverwaltungsreferat in München geht auf Initiative der Film Commission zurück. Schließlich war sie an der Implementierung und Institutionalisierung des Grünen Drehens maßgeblich beteiligt. //

Zehn Jahre Games-Förderung in zehn Thesen: 1 Die Politik hat sich geöffnet und war zu einem Versuch bereit. Dazu beigetragen hat maßgeblich die Arbeit des Cluster audiovisuelle Medien, das als Abteilung des FFF ab 2006 in Fachveranstaltungen die Gamesbranche einbezog und sich für sie einsetzte. 2 Mit mehr Förderung entstehen mehr Spiele.

3 Die bayerische Gamesförderung demonstriert das fruchtbare Zusammenwirken verschiedener Akteure. 4 Bayern ist Vorbild für andere Regionen. 5 Der FFF hat die Spieleindustrie mit Nachbarbranchen zusammengebracht. 6 Förder- wie Vernetzungsarbeit haben geholfen, die Gamesbranche am Standort Bayern zu professionalisieren. 7 Nationale wie internationale Bewerbung der eigenen Potenziale setzt ein Zusammenrücken voraus. Bayern und der FFF zeigen sich als aufgeschlossene Partner. 8 Die Politik steht seit Anbeginn im Austausch mit der Branche und ist über die Situation, Herausforderungen und Probleme stets auf dem Laufenden und agiert konstruktiv. 9 Die Projekte Augmented Realitiy (AR) und Virtual Reality (VR) – agil, zukunftsgerichtet und visionär – haben Auswirkungen auf die allgemeine FFF-Förderung: Unterstützt werden mittlerweile in der Filmsparte immersive VR-Experiences und 360-Grad-Videos. 10 Zentrale Themen für die deutsche und bayerische Gamesindustrie bleiben ihr Ausbau sowie die Behauptung im internationalen Markt. //

Außerordentliche Aufstockung der Förderung um 1,5 Millionen Euro. Auch die Games-Förderung erhält 500 000 Euro extra. // Gabriele Pfennigsdorf, von Anfang an prägende Figur des FFF, zwei Jahrzehnte lang Referentin für Debüt- und Fernsehfilm, geht in den Ruhestand, Adina Mungenast folgt. // Ebenfalls neu im Team: Saskia Wagner als Nachfolgerin von Lisa Giehl. Sie verantwortet den Nachwuchs-, Low-Budget- und Dokumentarfilm. // FFF unterstützt die Reise von deutschen Produzenten nach China – zwei Produzentinnen in der Delegation sind aus Bayern. // Drehort des Jahres: Passau. //

2018

Doppelwechsel an der Spitze. Klaus Schaefer setzt sich nach 22 Jahren FFF-Führung – 5 Jahre als Stellvertreter Herbert Hubers, 17 Jahre als Chef – zur Ruhe. Carolin Kerschbaumer folgt zunächst, wird nach Ministerpräsidenten-Wechsel Seehofer / Söder schon bald an höherer Stelle benötigt. Dorothee Erpenstein folgt. Sie kennt das Metier, weil sie sechs Jahre dem Referat Wirtschaft und Medien in der Staatskanzlei vorgestanden hat. Auch die Aufsichtsratschefs wechseln zweimal: Georg Eisenreich löst Ilse Aigner ab. Zum Ende des Jahres heißt die neue AR-Chefin Judith Gerlach, nachdem die Ministeriumskompetenzen geändert wurden und ein Digitalministerium geschaffen wurde, das nun für den FFF zuständig ist. // Eine Writers Delegation besucht South by Southwest in Austin, Texas. Die Messe ist ein sehr bedeutender Treffpunkt, den Kreative aus Film, Musik und Neue Medien zum branchenübergreifenden Austausch nutzen. // FFF lädt erstmals zum Empfang in Herrsching beim Fünf-Seen-Festival ein. Schwerpunkt: Drehbuch. // Grünes Drehen wird institutionalisiert – die Bayerischen Akademie für Fernsehen und digitale Medien richtet ein Grundlagenseminar für 25 Teilnehmer ein; die HFF einen Pflichtworkshop für alle Studierenden über vier Tage. In der FFF-geförderten Serie Der Pass wurde Grünes Drehen beispielsweise schon 2017 umgesetzt. // Fünf FFF geförderte deutsche Produktionen gehören zu den Besuchermillionären: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Die kleine Hexe, Dieses bescheuerte Herz, Der Vorname und der Eberhofer-Krimi Sauerkrautkoma, der überwiegend in bayerischen Kinos lief. // Drehort des Jahres: Berchtesgadener Land. //

2017

Um 400 Prozent legt die Games-Förderung bis 2018 zu. So stark unterstützt sonst keine Förderung in Deutschland die digitale Spielebranche. // Insgesamt werden fast 40 Millionen Euro ausgegeben – die mit Abstand höchste Summe in 22 Jahren FFF-Geschichte. // Nach elf Monaten zahlt der Produzent von Willkommen bei den Hartmanns die Förderung zurück – auch jahrgangsübergreifend sind die Hartmanns der besucherstärkste Film (2016 / 17: 3,5 Millionen). // Der Kurzfilmwettbewerb Bayern 2030 zum 200-jährigen Bestehen der bayerischen Verfassung und zum Hundertjährigen des Freistaates liegt in FFF-Händen. Geldgeber ist das Wirtschaftsministerium. // Toni Erdmann erhält in Hollywood trotz starker und prominenter Delegation vor Ort keinen Oscar, bekommt zwei Monate später sechs Lolas beim Deutschen Filmpreis zugesprochen. // 24 Stunden Bayern läuft im BR. Die Projektentwicklung hat der FFF unterstützt. // FFF fördert internationale Highend-Serien. Sie müssen in Bayern gedreht und koproduziert sein. // Eine Delegation von CTC Media aus Russland besucht den FFF und informiert sich. CTC ist die größte nichtstaatliche TV-Holding in Russland. // Die EU-Kommission billigt die bayerische Richtlinie zur Games-Förderung und befreit sie von der de-minimis-Regelung, also davon, eine Förderung auf Widerruf zu sein. // Münchner Erklärung der deutschen Filmförderungen zum Grünen Drehen. Mögliche Mehrkosten, die bei nachhaltig und umweltbewusst erzeugten Produktionen entstehen, werden förderrechtlich mitgetragen. // Schwabinger Kindergarten-Doku Betrug eröffnet DOK Leipzig. // Fack Yu Göthe 3 kommt in die Kinos und wird insgesamt 6,1 Millionen Besucher anlocken. // Drehort des Jahres: Regensburg. //

2016

FFF-Gründungsgeschäftsführer Herbert Huber stirbt. Er hat von 1996 bis 2001 amtiert. Seine Filmpolitik war wegweisend für die Förderung im ganzen Land. // FFF übernimmt vom Wirtschaftsministerium die Förderung von Festivals. // Film-Commission-Vorsitzende Anja Metzger eröffnet mit Vortrag zur Kombinationsfähigkeit von Förderungen die „Local & Global Finance Show“ in Los Angeles. // FFF fördert Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer als internationale Koproduktion mit 1,8 Millionen Euro im Rahmen des Sonderprogramms Internationale Koproduktionen und Visual Effects (VFX). // Großer Festakt zum zwanzigjährigen Bestehen im Carl-Orff-Saal des Gasteigs in München. Höhepunkt: Geschäftsführer Klaus Schaefer tritt als Cellist der Filmfoniker auf, die Soundtracks geförderter FFF-Produktionen und aus einem Game spielen. // FFF fördert ein Writers Room Lab in München mit dem Ziel, eine starke Autorengeneration auszubilden. Es sollen Serien entstehen, die auf dem Markt Bestand haben. // Toni Erdmann, bisheriges Meisterwerk der

HFF-Absolventin Maren Ade und vom FFF gefördert, eilt von Erfolg zu Erfolg: Cannes Publikumspreis, internationaler Kritikerpreis, europäischer Filmpreis, Oscarkandidat. // Zwei Millionen Menschen sehen Willkommen bei den Hartmanns. // Junge Produzenten aus Österreich, der Schweiz, Südtirol und Bayern treffen sich beim Alpendating im Rahmen des vierten Kitzbühler Filmefstivals. Der FFF unterstützt von bayerischer Seite. Ein starkes Netzwerk soll entstehen. 16 Teilnehmer sind es zum Start. // Studenten-Oscar für HFF-Produktion: Axel Schaad gewinnt Gold mit Invention of Trust. // Hofer Filmtage eröffnen zum 50.mal – erstmals ohne Gründer Heinz Badewitz (1941-2016). Sechs FFF-geförderte Filme sind am Start. // Drehort des Jahres: Tegernsee-Schliersee. //