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Pressemitteilungen

6,6 Mio. Euro für 37 Projekte: FFF Bayern fördert die Literaturverfilmung "Mittelreich", einen Thriller über Ötzi und die Fortsetzung von "Tannbach"

Der Vergabeausschuss des FFF Bayern hat gestern getagt und entschieden, 37 Projekte mit einer Gesamtsumme von 6,6 Mio. Euro zu unterstützen. Mit allein 4 Mio. Euro fördert der FFF die Produktion von elf Kinofilmen. Insgesamt lagen dem Ausschuss 53 Anträge mit einem Antragsvolumen von 13,6 Mio. Euro vor.

Eine vollständige Übersicht aller geförderten Projekte finden Sie hier. Im folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl vor.

Produktion Kinofilm

4 Mio. Euro insgesamt gehen an elf Kinofilme. Darunter 750.000 Euro an die Verfilmung des Romans Mittelreich von Joseph Bierbichler, der auch das Drehbuch verfasst hat und erstmals Regie führen wird. X Filme Creative Pool München realisiert das Epos, das die Geschichte einer Familie am Starnberger See über drei Generationen erzählt und ein ganzes Jahrhundert porträtiert; als Produzent fungiert Stefan Arndt.

Regisseur Leander Haußmann erzählt in Das Pubertier nach der Bestseller-Romanvorlage von Jan Weiler die Geschichte eines Journalisten, der sich eine Auszeit genommen hat, um zu Hause einen Roman zu schreiben und fassungslos zuschaut, wie seine bisher süße Tochter sich in einen pubertierenden Teenager verwandelt. Die Constantin Filmproduktion wird mit 600.000 Euro Förderung den Kinofilm komplett in Bayern drehen; Produzent ist Prof. Dr. Günter Rohrbach, als Executive Producer fungieren Martin Moszkowicz und Oliver Berben. Für den Kinofilm Das Pubertier werden Leander Haußmann und Jan Weiler erstmals zusammenarbeiten. 

Im Abenteuerfilm Rache (AT, 316.500 Euro Förderung) erzählt Autor und Regisseur Felix Randau vom berühmtesten Toten der Jungsteinzeit: Ötzi. Er geht auf die Jagd, und als er zurückkehrt, muss er feststellen, dass seine Familie massakriert wurde. Ein Rachefeldzug beginnt. Die Hauptrolle spielt Jürgen Vogel. Port-au-Prince und Lucky Bird Pictures drehen den Film unter anderem in Bayern und Südtirol.

Regisseurin Anca Miruna Lazarescu wird Glück ist was für Weicheier nach einem Drehbuch von Silvia Wolkan inszenieren. Die beiden Absolventinnen der HFF München erzählen darin die Geschichte der 12-jährigen Jessica, die unter ihrem Aussehen zu leiden hat und in der Schule gemobbt wird. Nur ihre Schwester hält zu ihr - die aber ist todkrank. Um sie vor dem Sterben zu retten, schmiedet Jessica einen gefährlichen und außergewöhnlichen Plan, der ihr auch zu mehr Anerkennung in der Schule verhelfen soll. Die Produktionsfirma Walker+Worm wird den Kinofilm mit 250.000 Euro in Bayern, Berlin und NRW drehen.


Produktion Fernsehfilm

Mit 1,2 Mio. Euro insgesamt unterstützt der FFF die Produktion von fünf Fernsehfilmprojekten. Darunter mit 700.000 Euro die Fortsetzung des Mehrteilers Tannbach, die wieder die Münchner Produktionsfirma Wiedemann & Berg für das ZDF realisieren wird. Produzentin Gabriela Sperl arbeitet hier abermals mit Regisseur Alexander Dierbach zusammen; die Drehbücher stammen von Silke Zertz nach einer Vorlage von Josephin und Robert von Thayenthal. Tannbach II erzählt die Geschichte über die Familien aus dem bayerisch-thüringischen Dorf in den Jahren 1960 bis 1968.

In Terror (Moovie, ARD Degeto) inszeniert Regisseur Lars Kraume ein fiktionales Gerichtsdrama nach dem gleichnamigen Theaterstück von Ferdinand von Schirach. Angeklagt ist ein Pilot, der ein entführtes Passagierflugzeug abgeschossen hat, da der Entführer es sonst in ein ausverkauftes Fußball-Stadion gesteuert hätte und 70.000 Menschen umgekommen wären. Aber darf ein Mensch Leben opfern, um noch mehr Leben zu retten? Autor und Produzent Oliver Berben realisiert mit 75.000 Euro Förderung die Verfilmung als Experiment: Der Zuschauer kann im Schöffen-Gericht als Schöffe agieren und für "schuldig" oder "nicht schuldig" votieren. Die ARD zeigt Terror im Rahmen eines Themenabends, in dem Frank Plasberg im Anschluss an die Entscheidung der Zuschauer eine Talkrunde zum Thema moderieren wird.


Nachwuchs

Mit insgesamt 685.000 Euro unterstützt der FFF sechs Produktionen von jungen Filmschaffenden. Der Debütfilm von Natalie Spinell erhält 250.000 Euro. Dabei handelt es sich um die Folgen 2 bis 4 ihrer Mini-Serie Urban Divas, mit dessen erster Folge sie ihr Diplom an der HFF München gemacht hat. Urban Divas kreist um die 30-jährige Hauptfigur Lou und ihre Freundinnen, die im Münchner Glockenbachviertel leben. Lou wurde vor kurzem von ihrem Freund verlassen und erfährt, dass dessen neue Freundin nun schwanger ist. Ebenso wie Folge 1 wird die Produktionsfirma lüthe schneider hörl film die Folgen 2, 3 und 4 realisieren. Die Drehbücher haben Natalie Spinell und Felix Hellmann gemeinsam verfasst.


Projektentwicklung

Die Entwicklung von vier Projekten fördert der FFF mit insgesamt 230.000 Euro. Davon werden drei für das Kino entwickelt und eines für das Fernsehen. Mit 70.000 Euro FFF-Förderung entwickelt Produzent Thomas Wöbke (BerghausWöbke Filmproduktion) den Science-Fiction-Film Shipbreaker. Autor und Regisseur Tim Fehlbaum, dem mit Hell ein vielbeachtetes Debüt gelang, arbeitet hier nun an seinem neuen Projekt: Vor 200 Jahren wurde die Erde nach einer Flutkatastrophe unbewohnbar, die Überlebenden konnten auf einen unwirtlichen Planeten namens Kepler 186 fliehen. Eine Mission soll jetzt herausfinden, ob die Menschen auf die Erde zurückkehren können. Wie schon bei Hell hat das Team auch für Shipbreaker den Produzenten Roland Emmerich als Partner gewonnen.

An einem Biopic über Joseph Aloisius Ratzinger arbeitet Pantaleon Films mit 50.000 Euro Förderung; Dan Maag, Matthias Schweighöfer und Marco Beckmann entwickeln Benedikt gemeinsam als ausführende Produzenten. Der Kinofilm porträtiert den Mann, den die Welt als Benedikt XVI kennenlernte und der, zum Erstaunen aller, sein Amt niederlegte. Für das Drehbuch ist Johannes Betz verantwortlich.


Drehbuch

Drei Drehbücher und ein Treatment entstehen mit insgesamt 100.000 Euro. Darunter das Drehbuch Krippenwahn, in dem Satu Siegemund den Wettstreit bei der Krippenplatzsuche in München beschreibt (Produzent: Thilo Kleine). Drachengeschichten von Bettina Timm (Pelle Film) soll ein Dokumentarfilm für Kinder werden; in diesem bereist ein Flugdrache die ganze Welt und erkundet den Lebensweg von Plastikspielzeug.


Verleih und Vertrieb

Sieben Filme starten mit FFF-Verleihförderung im Kino, darunter Smaragdgrün, Schweinskopf Al Dente, Outside the Box und Ente gut! Mädchen allein zu Haus.

München, 21. April 2016